Mittwoch, 4. September 2013

250 Jahre C.H. Beck: Jubiläumsfeierlichkeiten finden wie seit langem geplant statt!



Rolle rückwärts bei den Jubiläumsfeierlichkeiten!

 

Nun läuft also doch alles wie lange geplant ab.

Der Drucktarif wurde pünktlich zum 250-jährigen Jubiläum kaputt gemacht, ein "Zukunfts-sicherungspaket II" wurde aufgelegt, die Beschäftigten, ver.di verzichten auf Proteste gegen die Tarifflucht und nun kann endlich gefeiert werden.

Mit Rundmail vom 27. August 2013 teilte der Vertriebsleiter der Druckerei C.H. Beck dem Festkomitee und dem Verkaufsteam, sowie dem Betriebsrat, mit, „die Jubiläumsfeier am 6. September wird definitiv abgesagt“.

Ein Schreiben an unsere Kunden ist in Arbeit und wird spätestens Donnerstag rausgehen. Bis dahin halten Sie sich bitte gegenüber unseren Kunden bedeckt. Ich möchte sicherstellen, dass der Grund für die Absage sauber und einheitlich kommuniziert wird.
Es ist ein Jammer, nach all der Arbeit, die wir in die Vorbereitungen gesteckt haben…
Kopf hoch, es geht weiter!


Martin Schöllhorn
Vertriebsleiter

Realität oder ein beabsichtigtes Verwirrspiel - Geschäftsleitung kontra Vertriebsleitung?

 

Geschäftsleitung sagt ja zur Jubiläumsfeier der Druckerei!

Mit Aushang vom 2. September teilte die Geschäftsleitung nun den Beschäftigten mit, dass seit geraumer Zeit diverse Veranstaltungen zum Jubiläum in Nördlingen und München geplant sind. So am 6. September ein Kundenempfang in Nördlingen, eine offizielle Veranstaltung im Prinzregententheater in München, ein Tag der offenen Tür am 20. September und ein Betriebsfest am 21. September in Nördlingen.
Dies alles kann nun stattfinden, da ver.di auf Protest- und Störaktionen und politische Statements verzichtet, so die Geschäftsleitung.
Wir freuen uns, dass wir Ihnen deshalb heute mitteilen können, dass die Veranstaltungen wir geplant stattfinden werden,

Die Geschäftsleitung

 Was also sollte das ganze Schmierentheater??


Auf der Strecke bleibt, abgelöst durch fragwürdige Einzelverträge, ein von den Beschäftigten mehrheitlich geschätzter und anerkannter Drucktarif.
Es bleibt ein tarifloser, vogelfreier und unwürdiger Zustand für die Beschäftigten!


„Richtig kann eine Arbeitsordnung nur sein,
wenn sie den Gegensatz von Arbeit und Kapital überwindet“
(Johannes Paul II. in seiner Sozialbotschaft Laborem Exercens, 1981).



Mittwoch, 28. August 2013

Absage der Feier in Nördlingen: nur ein taktisches Manöver!



Die Absage der Jubiläumsfeier in Nördlingen, die die Arbeitgeberseite jetzt bekannt gegeben hat, ist nicht mehr als ein billiges taktisches Manöver, mit dem die Belegschaft offenbar gegen ihre Gewerkschaft aufgebracht werden soll.  Dabei hat ver.di  damit gar nichts zu tun: bereits am Freitag der Vorwoche hat Dr. Kranert von ver.di die definitive Zusage bekommen, dass die Feiern in Nördlingen nicht von Protesten begleitet werden.  ver.di hat damit sehr präzise und sehr entgegenkommend auf die Frage der Geschäftsführung geantwortet, die mehrfach nach den „Feiern in Nördlingen“ und den ggf. zu erwartenden „Manifestationen“ gefragt hatte.  Dazu hatte sich Dr. Kranert wie folgt geäußert: “ Wenn es zu Manifestationen kommt, werden wir die Feiern in Nördlingen lieber absagen“.

Dass die Frage auch der Feierlichkeit in München am 7.9. galt, hatte Dr. Kranert erst Anfang dieser Woche in einem Telefonat  klar formuliert: „Mit Nördlingen war natürlich auch München gemeint“. Nach der (zwischenzeitlich vorliegenden) endgültigen Weigerung, die Tarifverhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt weiterzuführen, hat ver.di  alle weiteren Fragen der Arbeitgeberseite  unbeantwortet gelassen.  

Zu keinem Zeitpunkt aber hat ver.di behauptet, dass es zu Demonstrationen in München kommt.
Warum also diese völlig unnötige Absage der Feier am 6. September? Wer soll damit getroffen werden?

Abschließend:
Es ist unwahr, wenn behauptet wird, die Feier am 6.9. werde abgesagt, weil  ver.di auf Protestaktionen nicht vollständig verzichten wird . Das ist nie gesagt worden.

Kollegiale Grüße
Christa Hasenmaile
Landesfachbereichsleiterin
Medien, Kunst und Industrie

Nur tarifliche Regelungen garantieren
dauerhaften betrieblichen Frieden und Rechtssicherheit für alle!

Freitag, 23. August 2013

ver.di kommt Geschäftsleitung entgegen



Liebe Kolleginnen und Kollegen bei C.H. Beck,

Anfang dieser Woche hat uns  Euer Geschäftsführer, Herr Dr. Kranert, mitgeteilt hat, dass man die Jubiläumsfeiern in Nördlingen absagen wird, wenn wir nicht auf Protestaktionen verzichten. Ich habe heute der Geschäftsführung geantwortet, dass wir keine Demonstrationen in  Nördlingen machen werden. Ich habe Herrn Dr. Kranert gleichzeitig aufgefordert, dies mit einem weiteren Verhandlungstermin zum Haustarifvertrag zu honorieren. Wir liegen inhaltlich –  wir haben das zuletzt in der Betriebsversammlung deutlich gemacht – nicht weit auseinander und halten die noch offenen Punkte sehr wohl  für einigungsfähig.

ver.di und alle Kolleg/innen, die nach wie vor die Tarifbindung zum Ziel haben, kommt damit der Geschäftsführung einmal mehr sehr entgegen. Eine Absage der  Feierlichkeiten, die man uns zum Vorwurf machen könnte, wird es somit nicht geben. Wir sind immer noch kooperativ und vor allem gesprächsbereit.

Ein Nachsatz zum Aushang der Geschäftsleitung sei erlaubt: es geht immer noch um eine Tarifvertrag für die Beschäftigten und definitiv nicht um „Einzelinteressen Dritter“ – wer auch immer damit gemeint sein sollte.

Wir erwarten jetzt eine positive Antwort auf unseren Vorschlag eines weiteren Verhandlungstermins.


Christa Hasenmaile

Landesfachbereichsleiterin
Medien, Kunst und Industrie
ver.di Bayern

Nur tarifliche Regelungen garantieren
dauerhaften betrieblichen Frieden und Rechtssicherheit für alle!


Dienstag, 20. August 2013

Gespräch ver.di / GL abgesagt!





Liebe Kolleg/innen bei C.H. Beck!

Am heutigen Dienstag, 20.08. hätte eigentlich ein Gespräch zwischen der Geschäftsleitung und ver.di stattfinden sollen - ein Gespräch, das erstaunlicherweise die Arbeitgeberseite initiiert hatte. Wir jedenfalls waren verwundert und haben uns im Vorfeld gefragt, ob unsere vielfachen Appelle, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren und den fast fertigen Haustarifvertrag nun zu Ende zu verhandeln doch Früchte getragen haben?

Aber weit gefehlt! Das Gespräch, um dies vorweg zu nehmen, fand gar nicht statt. Bei einem Telefonat am Montagnachmittag zwischen Herr Dr. Kranert und mir wurde sofort klar, dass die Arbeitgeberseite keinen Gedanken daran verschwendet, die jäh unterbrochenen Verhandlungen wieder aufzunehmen. Einziges Thema des heutigen Gesprächs sollte sein, ob ver.di und die Beschäftigten die anstehenden Jubiläumsfeiern am 6./7. September und das Betriebsfest am 20./21. September mit „Manifestationen“ (O-Ton Kranert) begleiten werden. Übrigens: das große Fest am 14.09. im Literaturhaus München wurde dabei gar nicht erwähnt.

Solche Manifestationen seien ver.di und den Beschäftigten natürlich frei gestellt, man wolle nur eine klare Vorstellung, denn sollte es zu Protesten kommen, werde man die, so Kranert, Jubiläumsfeiern („mit Kunden“) lieber gleich absagen. Dies wurde  zumindest für das Bürgerfest am 6.9. und für das Betriebsfest am 20./21.09. angekündigt.

Das kann man nun glauben oder auch nicht. Wie immer, wenn die Argumente ausgehen – letztmals erlebt bei der Betriebsversammlung – wedelt man nun im Hause Beck mit Geldscheinen. Damals wollte man die Belegschaft mit 500.-€ Sonderzahlung beschwichtigen, jetzt sind es gleich 1500.-€ Jubiläumszahlung, die es, so hört man aus den Reihen der Belegschaft, aber nur geben wird, wenn es zu den Jubelfeiern keine Demo für Tarifbindung gibt.

Darauf angesprochen, hört man vom Geschäftsführer Erstaunliches: diese Sonderzahlung sei weder beschlossen noch offiziell, sie sei „nicht sicher“ (O-Ton), da habe der Verleger nur mal laut gedacht. Was für ein Pech für die, die in vorauseilendem Gehorsam mit einer Unterschriftenliste bereits ihr Grundrecht auf Meinungsfreiheit verkauft und die Gewerkschaft aufgefordert haben, unbedingt auf Demos zu verzichten! 

Befürworter und Gegner des Demoverzichts stehen sich mittlerweile unversöhnlich im Betrieb gegenüber, das alte Prinzip von „teile und herrsche“ greift mal wieder gründlich.  Streit und  Zwietracht, Frust und Demotivation in einer gespaltenen Belegschaft – das lässt sich mit ein bisschen Geld bestimmt nicht wieder gutmachen. Und was sind eigentlich 1500.- € Einmalzahlung angesichts der abgepressten Lohneinbußen der letzten Jahre?

Wir sollen nun also so schnell wie möglich Klarheit schaffen, ob wir an den Manifestationen festhalten oder nicht. Das werden wir jetzt beraten, abwägen und dann entscheiden. Hetzen lassen wir uns dabei nicht.

Christa Hasenmaile
Landesfachbereichsleiterin
Fachbereich 8 - Medien, Kunst und Industrie
ver.di Bayern


Nur tarifliche Regelungen garantieren
dauerhaften betrieblichen Frieden und Rechtssicherheit für alle!




Montag, 12. August 2013

Wir nehmen unser Grundrecht in Anspruch und demonstrieren für Tarifverträge!




 Wir brauchen Tarifbindung und Eure Solidarität!
 nach acht Verhandlungsrunden und einem sogenannten Spitzengespräch mit dem Verleger, legte ver.di der Geschäftsleitung einen Entwurf für einen Haustarif für die Druckerei C.H. Beck vor. Ohne plausible und nachvollziehbare Gründe lehnte die Geschäftsleitung den Tarifvertragsentwurf ab und erklärte das Scheitern der Tarifgespräche.
Der Verdacht liegt sehr nahe, dass die Geschäftsleitung von Anfang an das Scheitern der Tarifgespräche einkalkuliert und geplant hat. 


Mit Bescheid vom 02.08.13 hat das Landratsamt die Kundgebung am 06.09.13 vor dem Ochsenzwinger in Nördlingen genehmigt!
 
Die Kolleginnen und Kollegen der Druckerei C.H. Beck in Nördlingen kämpfen seit 2011 gegen den „tariflosen und vogelfreien Zustand“. Zusatzverträge I, II und ein Zukunftssicherungspaket II werden den Beschäftigten abgepresst und beenden nicht diesen tariflosen Zustand. 

250 Jahre C.H. Beck im Jahr 2013 und gleichzeitig den Beschäftigten Tarifverträge zu verweigern – das passt nicht zusammen. C.H. Beck wird das Jubiläum mit sicherlich viel Prominenz feiern und wir protestieren dort


Am 7. September vor dem Prinzregententheater in München. 

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns mit einer betrieblichen Delegation am 7. September unterstützt. Es ist uns wichtig, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen aus der Branche zeigen: „Tarifflucht nehmen wir nicht einfach hin“!
Teilt uns also bitte rasch mit, aus welchen Betrieben wir mit einer Abordnung rechnen können.
Darum bitten wir und dafür danken wir Euch! 

Anmeldungen an: rudi.kleiber@verdi.de oder christa.hasenmaile@verdi.de 
Anmeldungen für Teilnehmer aus der Druckerei C.H. Beck:
bei allen Mitgliedern der Tarifkommission, 
bei unseren gewerkschaftlichen Vertrauensleuten 
und den Betriebsräten.

Weitere Informationen veröffentlichen wir wie immer hier im Blog.


Tarifvertrag für die Beck’sche,
statt tarifloser und vogelfreier Zustand!

Sonntag, 4. August 2013

Versöhnen statt spalten – Gemeinsamer Brief an Bischöfe!




Richtig kann eine Arbeitsordnung nur sein, wenn sie den Gegensatz von Arbeit und Kapital überwindet“ (Johannes Paul II. in seiner Sozialbotschaft Laborem Exercens, 1981).

In einem gemeinsamen Brief von ver.di und dem Betriebsrat der Druckerei C.H. Beck informieren diese über die Tarifflucht der Druckerei C.H. Beck und den schwelenden Konflikt um einen Tarifvertrag, sowie das Scheitern der Tarifgespräche durch die Nördlinger Geschäftsleitung!

Dieser Brief richtete sich an:

Herrn Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, der das Projekt „Gottes Lob“ federführend betreut.
Herrn Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Bayerischen Bischofskonferenz.
Herrn Bischof Dr. Konrad Zdarsa, Bischof der Diözese Augsburg.

Mitte November 2012 erteilten die deutschen Bischöfe die Druckfreigabe zum „Gotteslob“, dem offiziellen katholischen Gebet- und Gesangbuch.
Die deutschen Bischöfe haben sich dabei für den Produktionsstandort Nördlingen der Druckerei C.H. Beck entschieden. 
Als Betriebsrat und als zuständige Gewerkschaft ver.di begrüßen wir natürlich diese Entscheidung. Als Arbeitnehmervertretung stehen für uns natürlich insbesondere auch die Arbeitsplätze, also die Menschen, im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns.

Versöhnen statt Spalten!
Wir möchten Sie aber auch darüber informieren, dass die Druckerei C.H. Beck im Mai 2011 aus den bisher gültigen Tarifverträgen der Druckindustrie geflüchtet ist und den Beschäftigten gleichzeitig massive Einkommensverluste – unter Androhung des Arbeitsplatzverlustes – abgepresst hat.
Seit 2 Jahren bemühen wir uns um Gespräche mit der Arbeitgeberseite; seit 21. März 2013 sind wir in Gesprächen mit der Geschäftsleitung der Druckerei. Am 11. Juli wurden nun die Beschäftigten darüber informiert, dass die Geschäftsleitung die Verhandlungen für gescheitert erklärt und keinen Tarifvertrag für die Beschäftigten will.
Gleichzeitig wird von den Beschäftigten und dem Betriebsrat abverlangt, dass an Sonntagen bzw. am Wochenende im Dreischichtbetrieb durchgearbeitet wird.
Dies alles geschieht vor dem Hintergrund der Produktion des Gotteslobes in Schicht-, Nacht-, Sonntags- und Wochenendarbeit.
Wir wenden uns als Arbeitnehmervertretung nun an Sie und bitten Sie als Bischof, der das Projekt Gotteslob federführend betreut, um Unterstützung. Es geht uns darum, dass die betroffenen Beschäftigten mit Würde, Anstand und Fairniß behandelt werden. Dies schließt auch einen Tarifvertrag mit ein.

Richtig kann eine Arbeitsordnung nur sein, wenn sie den Gegensatz von Arbeit und Kapital überwindet“ (Johannes Paul II. in seiner Sozialbotschaft Laborem Exercens, 1981).

Die betroffenen Beschäftigten und deren Familien rechnen und hoffen auf ihre Unterstützung.

Antwort des Erzbischöflichen Sekretariats, München (Auszüge):
im Auftrag von Herrn Erzbischof Kardinal Marx danke ich für das Schreiben. Herr Kardinal Marx hat mich gebeten, Ihnen mitzuteilen, dass er Ihre Ausführungen persönlich zur Kenntnis genommen hat und Ihr Anliegen ernst nimmt. So wird die von Ihnen angesprochene Problematik an geeigneter Stelle besprochen werden.
Gerne gebe ich Ihnen die freundlichen Grüße von Herrn Kardinal Marx weiter.

Antwort des Generalvikars, Bistum Augsburg (Auszüge):
Die Druckerei C.H. Beck ist uns als ein renommiertes und seriöses Unternehmen bekannt. Über betriebliche Interna haben wir keine Kenntnis, gehen aber davon aus, dass die Geschäftsleitung rechtliche und gesetzliche Vorgaben beachtet. Ich bitte daher um Verständnis, dass ich die von Ihnen vorgetragenen Sachverhalte, die zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu regeln sind, nicht weiter bewerten möchte.
Damit verbundenes unternehmerisches Handeln ist Angelegenheit des Vertragspartners.

Montag, 29. Juli 2013

250 Jahre C.H. Beck: Nördlinger Geschäftsleitung fehlt jegliches Fingerspitzengefühl!




 Geschäftsleitung und Führungskräfte verweigern Dialog und setzen auch im Jubiläumsjahr weiter auf Konfrontation!


Die Nördlinger Geschäftsleitung erkennt ganz offenbar nicht die Zeichen der Zeit. Statt des Dialogs setzt man ganz offensichtlich weiter auf Konfrontation, ohne Rücksicht auf Verluste! Anders kann man das Verhalten der Nördlinger Geschäftsleitung nicht werten.

Zuerst lässt die Geschäftsleitung bzw. der neue Chef der Druckerei Dr. Kranert die Tarifgespräche mit ver.di (trotz der weitreichenden Zugeständnisse von ver.di) ohne sachliche Begründung und ohne nachvollziehbare Gründe platzen.
Immer mehr betriebliche Stimmen sind der Ansicht, dass dies von Anfang so eingeplant war. Wie sagte im Nachgang der Tarifgespräche eine Führungskraft der Druckerei:
Den Wechsel in die OT-Mitgliedschaft und die Zusatzverträge in 2011 haben wir von langer Hand vorbereitet.

Welcher Coup ist als nächstes in Vorbereitung?

Mit der Entscheidung des Landesarbeitsgerichts München vom 25. Juli wurde bestätigt, dass die Verträge vom Mai 2011 unwirksam sind! Dies wäre auch die Chance für einen betrieblichen Neuanfang mit einem Tarifvertrag für alle!

Anstatt nach den Urteilen des Arbeitsgerichts Augsburg und des Landesarbeitsgerichts München darüber nachzudenken – das ist wohl für eine GL nicht zu viel verlangt – ob der  eingeschlagene Weg von Zusatzverträgen und „Zukunftssicherungspaketen“ ( ein bewusst irreführender Begriff) der richtige ist, gibt die Geschäftsleitung – frei von allen Selbstzweifeln und offensichtlich unfähig zur Selbstreflexion – die Parole aus:

„Wir werden den Kurs halten und gemeinsam nach vorne blicken“!

Ja: sie halten weiter Kurs, ohne zu bemerken, dass dieser Kurs geradewegs auf einen Eisberg führt.

Die Titanic lässt grüßen: Sehenden Auges in den Totalcrash!!


Solange in der Druckerei C.H. Beck weiterhin auf Zusatzverträge und „Zukunftssicherungs-pakete“ – ohne Beschäftigungssicherung – gesetzt wird und Tarifverträge verweigert werden, bleibt es beim vogelfreien und tariflosen Zustand für die Beschäftigten.

Wenn selbst der Verleger Dr. Hans Dieter Beck in einem Augenblick unverhoffter Ehrlichkeit auf der Betriebsversammlung das  „Zukunftssicherungspaket II“ der Geschäftsleitung als „schwammigen Begriff“ bezeichnet und erklärt, dass man Zukunft nicht absichern kann, kann dieses wohl nicht viel wert sein!

Die Nördlinger Geschäftsleitung verkennt ganz offensichtlich, dass wir uns im 21. Jahrhundert befinden, es ein Grundgesetz, Tarifvertragsgesetz, Tarifverträge und Gewerkschaften gibt.
Mit Beschäftigten des 21. Jahrhunderts kann man nicht umgehen wie Gutsherren mit ihren Knechten im 18. und 19. Jahrhundert!

Wir brauchen wieder einen Tarifvertrag mit einer Beschäftigungssicherung!

Wir fordern die Geschäftsleitung auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und den von ver.di vorgelegten Tarifvertragsentwurf zu verhandeln und zu unterzeichnen.

Tarifvertrag für die Beck’sche,
statt tarifloser und vogelfreier Zustand!



Donnerstag, 25. Juli 2013

Landesarbeitsgericht München bestätigt Urteil des Arbeitsgerichts Augsburg!


Die Zusatzverträge der Druckerei C.H. Beck aus dem Jahr Mai 2011 sind unwirksam –
DGB Rechtsschutz GmbH vertritt erfolgreich die Kollegen!


Nachdem die Arbeitgeberseite gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Augsburg vom 18.12.2012 Berufung eingereicht hat, fand heute am 25. Juli 2013 die Berufungsverhandlung vor dem Landesarbeitsgericht München statt.

Auch das Landesarbeitsgericht München wies die Arbeitgeberseite darauf hin, dass man sich an selbstgesetzte Bedingungen (eine Zustimmungsquote von 70 Prozent) zu halten hat.  

Am 31. Mai 2011 lagen somit nach den Feststellungen des Landesarbeitsgerichts nicht die erforderlichen 168 unterschriebenen Zusatzverträge vor. Damit ist das Quorum von 70 Prozent nicht erfüllt.

Auch als sich nach ausführlicher Diskussion der Rechtslage abzeichnete, dass das Landesarbeitsgericht sich der Auffassung des Arbeitsgerichts Augsburg anschließt, war die Arbeitgeberseite nicht bereit, die Berufung gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Augsburg zurückzunehmen.

Das Landesarbeitsgericht hat die Revision zum Bundesarbeitsgericht nicht
zugelassen.

Nach diesem Urteil des Landesarbeitsgerichts München ist nun zu prüfen, welche materiellen Forderungen den Klägern im Einzelnen zustehen.

Auch das Urteil des Landesarbeitsgrichts München macht erneut deutlich, dass nur ein Tarifvertrag Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bringt.

Wir fordern die Geschäftsleitung auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und den von ver.di vorgelegten Tarifvertragsentwurf zu verhandeln und zu unterzeichnen.

Tarifvertrag für die Beck’sche,
statt tarifloser und vogelfreier Zustand!
 

Mittwoch, 24. Juli 2013

Mitglieder der Tarifkommission sind sich einig!


Zusatzverträge bei C.H. Beck sind keine Alternative zu einem Tarifvertrag!

Nach ausführlicher Diskussion und aus den Erfahrungen aus 2011 waren sich die Mitglieder der Tarifkommission einig, dass ein Zusatzvertrag I, ein Zusatzvertrag II oder ein Zukunftssicherungspaket II keine vernünftige Alternative zu einem Haustarifvertrag für die Druckerei C.H. Beck sind.

Mit jedem dieser von der Geschäftsleitung vorgelegten Verträge/Vereinbarungen ist jede Arbeitnehmerin, jeder Arbeitnehmer jederzeit erpressbar. Die negativen und leidvollen Erfahrungen aus 2011 dürfen sich nicht wiederholen.

Deshalb gilt es, im Interesse der Kolleginnen und Kollegen diesen tariflosen und vogelfreien Zustand so rasch wie möglich zu beenden!

Wir brauchen wieder einen Tarifvertrag mit einer Beschäftigungssicherung!

Wer nicht will, dass sich Personalabbau und Kündigungen aus 2010 nach Auslaufen der Beschäftigungssicherung wiederholen, unterstützt die Forderung unserer Tarifkommission.

Wir fordern die Geschäftsleitung auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und den von ver.di vorgelegten Tarifvertragsentwurf zu verhandeln und zu unterzeichnen.

Tarifvertrag für die Beck’sche,
statt tarifloser und vogelfreier Zustand!

Freitag, 19. Juli 2013

Betriebsversammlung der Druckerei C.H. Beck am 18. Juli 2013!


 

Geschäftsleitung lässt Tarifgespräche scheitern -
Die Argumente von Dr. Kranert überzeugten nicht!

Für den Betriebsrat ging der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Hans Fickel in seinem Bericht ausführlich auf das Scheitern der Tarifgespräche durch die Geschäftsleitung ein. Der Betriebsrat und die Mitglieder der Verhandlungskommission fühlen sich von der Geschäftsleitung getäuscht und sind über die Vorgehensweise sehr verwundert. Auch ihre Aufforderung wieder zur normalen Arbeit über zu gehen, sieht der Betriebsrat kritisch.

Wie soll das gehen, wenn Kolleginnen und Kollegen mit Einschüchterungen und Drohungen zur Arbeit „motiviert" werden. Nicht nur zufriedene Kunden, sondern auch zufriedene Mitarbeiter sind für ein erfolgreiches Handeln nötig, so Hans Fickel.

Ver.di und der Betriebsrat kritisierten auf der Betriebsversammlung der Druckerei C.H. Beck am 18. Juli 2013 das Scheitern der Tarifverhandlungen. Nach wie vor gibt es für uns als Arbeitnehmervertretung keine nachvollziehbaren Gründe, die das Scheitern der Tarifgespräche rechtfertigen.

Ver.di erläutert den Beschäftigten den Tarifvertragsentwurf!

Die Landesfachbereichsleiterin Christa Hasenmaile erklärte den Beschäftigten ausführlich die Inhalte des der Geschäftsleitung vorgelegten „Tarifvertragsentwurfs". Dieser Entwurf erfolgte auf Basis der stattgefundenen Tarifgespräche. Dies gilt u. a. für die Bereiche Arbeitszeit, Jahresleistung, Urlaubsgeld, Beschäftigungssicherung, Entgelterhöhungen und Besitzstandregelung.

Dr. Kranert als Chef der Nördlinger Druckerei konnte nach Auffassung von Beschäftigten nicht detailliert darlegen, was denn nun genau die Gründe für das Scheitern der Tarifgespräche sind. Mehr als pauschale Vorwürfe gegenüber dem ver.di-Vertragsentwurf und der untaugliche Versuch, dies im Einzelnen zu begründen, kamen dabei nicht heraus.

Über alle Punkte eines Entwurfs kann man sprechen, das ist nun mal ein Element eines Entwurfes, so Fachbereichsleiterin Christa Hasenmaile. Der Eindruck, dass die Nördlinger Geschäftsleitung von Anfang an das Scheitern einkalkuliert und geplant hat, sei mittlerweile nicht mehr von der Hand zu weisen. Nach der Betriebsversammlung meinten auch Beschäftigte der Druckerei, dass dieses Scheiten ebenso geplant und vorbereitet war, wie in 2011 der Wechsel in eine OT-Mitgliedschaft und in der Folge die Zusatzverträge.

"Zukunftssicherungspaket II" ein schwammiger Begriff!
Das von der Geschäftsleitung vorgelegte Papier mit dem Titel „Zukunftssicherungspaket II" bezeichnete selbst der Verleger als „schwammigen Begriff". Zukunft kann man nicht absichern, so Dr. Beck, auf die Frage, wie denn die Zukunft in Nördlingen aussehen und gesichert werden soll.
Für die Kolleginnen und Kollegen der Druckerei geht es nicht um Begrifflichkeiten und Worthülsen, sondern es geht um Inhalte. So bleibt das Thema der Beschäftigungssicherung im sogenannten "Zukunftspaket II der Nördlinger GL" völlig unberücksichtigt, so ver.di. Dies hat umso mehr Priorität, als man sich seitens der Unternehmensleitung auch „eine Druckerei mit 180 Beschäftigten" vorstellen kann.

Zukunftssicherung II ohne Beschäftigungssicherung!
Solange für die Druckerei bzw. die Beschäftigten in Nördlingen kein Tarifvertrag besteht, befindet sich die Druckerei nach wie vor in einem tariflosen Zustand. Auch wenn Dr. Kranert, der neue Chef in Nördlingen zum wiederholten Male erklärte, dass es keine neuen Tarifgespräche gebe, werden wir als Arbeitnehmervertretung alle rechtlichen Möglichkeiten und strategischen Gelegenheiten – auch das anstehende 250-jährige Jubiläum - nutzen, um diesen tariflosen und vogelfreien Zustand zu beenden.
 
Ver.di fordert die Geschäftsleitung weiterhin nachdrücklich auf,
an den Verhandlungstisch zurückzukehren und
diesen tariflosen Zustand zu beenden!

Ein tarifloser und vogelfreier Zustand 2013 bedeutet
eine Wiederhloung der Ereignisse des Mai 2011.
Dies wollen wir nicht!