Sonntag, 14. Juli 2013

Wie aus roten Zahlen eine Erfolgsgeschichte wird!




Das Wunder von Nördlingen oder eine Märchenstunde?


Es war einmal…

Seit Beginn der Tarifgespräche am 21. März 2013 zwischen der Nördlinger Geschäftsleitung und der ver.di-Verhandlungskommission wurde uns eine Rückkehr in den Drucktarif verweigert, da es die wirtschaftliche Situation der Druckerei nicht verkrafte, so die Geschäftsleitung. Deshalb seien folgende Forderungen der Geschäftsleitung unerlässlich: 

1      Längere Arbeitszeiten
2      Unterschiedliche Facharbeiterecklöhne und Gehälter
3      Reduzierung der Jahresleistung
4      Reduzierung des Urlaubsgeldes
5      Verschiebung der Entgelterhöhung aus 2012 auf den 01.01.2014
6      Verschiebung von Entgelterhöhungen in 2014 (die noch gar nicht bekannt sind) auf einen späteren Zeitpunkt
7      Altersteilzeit für ältere Arbeitnehmer und Schichtarbeiter ist zu teuer

Auch zuletzt beim Spitzengespräch mit dem Verleger und der Unternehmensführung in München wurde deutlich, dass Beck diese Forderungen für unverzichtbar hält, keine Rückkehr in den Drucktarif gewollt ist und die Unternehmensleitung den Beschäftigten der Druckerei keine Beschäftigungssicherung geben wird.
Begründet wurde dies wie folgt:

1      Massive Verluste und tiefrote Zahlen im Satz, massiver personeller Überhang (40-60 Prozent)
2      Rote Zahlen auch in der Druckerei und Buchbinderei
3      Wir können keine Beschäftigungssicherung geben
4      Wir sind mit dem Personalabbau im Rückstand

Ernstzunehmende Ausführungen der Unternehmensleitung am 13. Juni!

Doch dann kam der 11. Juli 2013 und mit ihm das Wunder von Nördlingen!

Mit dem Zukunftssicherungspaket II (Grundlage sind die abgepressten Zusatzverträge aus 2011!) verkündet die Nördlinger Geschäftsleitung, dass wir „vor dem Hintergrund der zu erwartenden guten Entwicklung bereits mit dem Augustlohn/-gehalt eine Abschlagssumme auf die Erfolgsbeteiligung in Höhe von 500 € zahlen“.

Wer kann dieses Wunder erklären?

Böse Zungen behaupten, dass die 500 Euro Erfolgsbeteiligung auch keine Erfolgsprämie sondern eine „Spaltungsprämie“ der Belegschaft sei. Wer kommt den schon auf solche Gedanken?


Aber wie sagte Dr. Beck schon vor einigen Monaten:

GELD IST GENUG DA!
(allerdings nicht genug für Zukunftsinvestitionen und Bezahlung nach dem Drucktarif?)


Mittwoch, 10. Juli 2013

Geschäftsleitung erklärt das Scheitern der Tarifgespräche und brüskiert die Beschäftigten der Nördlinger Druckerei!





Verhandlungszusagen der Arbeitgeberseite werden nicht eingehalten - Ver.di ruft die Beschäftigten zum Warnstreik auf!

Nach neun Verhandlungsrunden und einem Spitzengespräch mit dem Verleger Dr. Hans Dieter Beck in München, erklärte die Nördlinger Geschäftsleitung im Stil einer Gutsherrenart heute das Scheitern der Tarifverhandlungen.

Die angebotenen Verzichte der Beschäftigten reichen dem Arbeitgeber nicht aus!

Diese angebotenen Verzichte der Beschäftigten zur Sicherung der Arbeitsplätze und des Unternehmens sind:

·         Arbeitszeiten (37-Stundenwoche) über die tarifliche Arbeitszeit hinaus
·         Reduzierung der Jahresleitung bis zu 35 Prozent
·         Reduzierung des Urlaubsgeldes bis zu 20 Prozent
·         Verschieben der tariflichen Entgelterhöhung vom 01.08.2012 auf den 01.01.2014

All dies reicht der Nördlinger Geschäftsleitung und der Unternehmensleitung in München nicht. Ganz offensichtlich haben sich Gier und die Hardliner durchgesetzt. Anders ist es jetzt nicht zu erklären, dass die Arbeitgeberseite nach neun Verhandlungsrunden das Scheitern der Verhandlungen erklärte, so Rudi Kleiber.

Nach diesem heutigen Affront muss bezweifelt werden, ob die Geschäftsleitung je den ernsthaften Willen hatte, einen Tarifvertrag abzuschliessen.

Man muss sich auch die Fragen stellen: 
Warum wurde Dr. Beck heute, während des Gespräches der Geschäftsleitung mit der Verhandlungskommission, bewusst(?) an der Verhandlungskommission vorbeigeschleust (er war während dieses Gespräches mit den Herren Zoller und Bauhammer beim Betriebsrat)?  

Und warum wurde dem anwesenden ver.di-Vertreter, Koll. Rudi Kleiber, die Teilnahme an der Mitarbeiterversammlung verwehrt? Wollte man kritische Fragen verhindern, bzw. nur eine einseitige Darstellung des Managements zulassen?

Alle Bemühungen seitens der Kolleginnen und Kollegen und der Gewerkschaft ver.di einen Tarifkompromiss zu finden, wurden somit zunichte gemacht.

Deshalb hat ver.di die Beschäftigten der Druckerei C.H. Beck zu einem befristeten



Warnstreik



vom Mittwoch, 10. Juli bis einschl. Samstag, 13. Juli 2013 aufgerufen!


Nun liegt es allein an der Arbeitgeberseite, ob sie weiter auf Konfrontation und einen rechtlosen Zustand setzt und den Beschäftigten Tarifverträge verweigert, welche auch im Verlag in München zur Anwendung kommen.

Geschäftsleitung setzt auf Spaltung statt Versöhnung!

Mit einem „Zukunftssicherungspaket II“ – in Teilen aus dem Tarifvertragsentwurf von ver.di abgeschrieben, allerdings ohne Beschäftigungsgarantie, ohne Investitionszusagen, mit unterschiedlichen Facharbeiterecklöhnen, versucht das Management eine höchst unzufriedene Belegschaft wieder auf Kurs zu bringen (d.h. weiter zu spalten).

Zum Thema „Zukunftssicherungspaket II“ werden wir Euch in Kürze informieren.


Ver.di setzt weiterhin auf Tarifgespräche und faire Kompromisse.

Nur Tarifverträge garantieren Rechtssicherheit
für Arbeitgeber und Arbeitnehmer!

Dienstag, 9. Juli 2013

Schlechte Vorzeichen für das morgige 9. Tarifgespräch?





Folgende Information gab der Betriebsrat heute heraus:

Termin für das Tarifgespräch am 10. Juli 2013 wurde von der Geschäftsleitung von 13.30 Uhr auf 11.30 Uhr vorverlegt!

Was soll bei diesem „kurzen Tarifgespräch“ geschehen?

Wird der von ver.di vorgelegte Tarifvertrag unterzeichnet?

Oder werden die Verhandlungen von der Geschäftsleitung für gescheitert erklärt?

Herr Dr. Kranert bzw. die Geschäftsleitung gibt hierzu keinen Kommentar ab.

Wie sieht die Stellungnahme der GL auf der Mitarbeiterversammlung in St. Salvator aus?

Wird die Annahme des Tarifvertrages verkündet oder gibt es neue Drohungen an die Beschäftigten?

Nimmt der Verleger, Herr Dr. Hans Dieter Beck, an der Mitabeiterversammlung teil?

Darf der ver.di-Sekretär Rudi Kleiber an der Mitarbeiterversammlung teilnehmen  oder wird er vor verschlossenen  Türen stehen?

Auf alle diese Fragen kann derzeit noch keine Antwort gegeben werden. 

Es ist nur zu hoffen, dass die Geschäftsleitung und die Führung in München, nach acht Verhandlungsrunden und einem Spitzengespräch in München, weiter mit guten Absichten für eine konstruktive Lösung und einen Tarifvertrag im Hause Beck in Nördlingen stehen.








    

Donnerstag, 4. Juli 2013

Gespräche über TV-Entwurf verzögern sich



Gespräch zum Tarifvertragsentwurf

am 3. Juli leider nicht zustande gekommen!


Leider sah sich die Nördlinger Geschäftsleitung außerstande den von ver.di für den 3. Juli angebotenen Termin für ein Gespräch über den von ver.di vorgelegten Entwurf für einen Haustarifvertrag wahrzunehmen, weil man mehr Zeit brauche, um den Entwurf zu prüfen.

Ver.di hat daher Herrn Dr. Kranert zwei weitere Gesprächstermine in der nächsten Woche (9. und/oder 11. Juli) angeboten.
Wir gehen davon aus, dass nunmehr in der nächsten Woche über den Vertragsentwurf verhandelt wird.

Eine weitere Verzögerung würde in der Belegschaft auf Unverständnis stoßen und neuerlich für Unruhe sorgen!



Der Vertragsentwurf von ver.di orientiert sich eng an den zuvor geführten Gesprächen – es sollte daher möglich sein, kurzfristig und konstruktiv über den endgültigen Vertragstext zu verhandeln.

Zu diskutierende Themen sind hierbei insbesondere:

  • der Geltungsbereich des Tarifvertrages;
  • Öffnungsklausel (abweichend vom Flächentarif) bezüglich der Arbeitszeit;
  • abweichende Regelungen bei Urlaubsgeld und tarifl. Jahresleistung (im Gegenzug: Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen);
  • künftige Lohnentwicklung;
  • Besitzstandsregelungen;
  • Nachwirkungsregelungen.

Eine baldige Einigung liegt, das sei nochmals ausdrücklich betont, im Interesse aller Beteiligten, denn:

Nur tarifliche Regelungen garantieren

dauerhaften betrieblichen Frieden und Rechtssicherheit für alle!

Dienstag, 25. Juni 2013


Ver.di legt Entwurf für Haustarifvertrag vor

Mit der heutigen Post ging der Geschäftsleitung der Druckerei der Entwurf von ver.di für einen Haustarifvertrag zu. 

Dieser Vertragsentwurf basiert auf den Ergebnissen der zuvor geführten Sondierungsgespräche.

Als Verhandlungstermin für diesen Vertragsentwurf hat ver.di den 03.07.2013 vorgeschlagen.

Nun muss sich zeigen, wie ernst es der Geschäfts- bzw. Unternehmensleitung mit der Wiederherstellung des Betriebsfriedens ist!





Mittwoch, 19. Juni 2013

Auch bei Amazon Deutschland kämpft die Belegschaft 

für einen Tarifvertrag!


Der Streik bei Amazon geht weiter. 

Amazon ist der weltgrößte Online-Versandhändler, er hat in Deutschland acht Lager und 9000 Mitarbeiter. Am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld arbeiten mehr als 3300 Menschen in zwei Versandlagern, in Leipzig sind es etwa 2000 in einem Versandzentrum.
 
Was vor wenigen Monaten noch undenkbar schien, ist jetzt Realität:

Erstmals mehrtägiger Streik bei Amazon Deutschland

 

Nach mehreren Warnstreiks und ganztägigen Streiks hat ver.di nun an den Amazon-Standorten Leipzig und Bad Hersfeld am 17./18. Juni zu einem zweitägigen Streik aufgerufen.

Druck auf Amazon wächst!

 

Knapp 1000 Mitarbeiter haben sich an den beiden Standorten am Streik beteiligt.

 Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Schiederig für Hessen sagte: "Bei jeder Aktion, die wir machen, beteiligen sich mehr Leute."
Jörg Lauenroth-Mago von Verdi Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erklärte: "Die Stimmung vor Ort wird immer besser und die Kollegen und Kolleginnen werden langsam richtig sauer über das Verhalten der Geschäftsführung von Amazon, sich keinen Millimeter in der Frage Tarifbindung zu bewegen."    

Mit dem ersten zweitägigen Ausstand in der Auseinandersetzung kämpft Verdi für einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels mit höheren Löhnen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Nachtzuschlägen bereits ab 20.00 Uhr. Das US-Unternehmen lehnt diese Forderungen ab und orientiert sich nach eigener Darstellung an der Bezahlung in der Logistikbranche.

Das Unternehmen zahlt nach einem firmeneigenen Vergütungssystem, das laut Verdi deutlich unter den Tarifen des Einzel- und Versandhandels liegt.
In Hessen beträgt der Einstiegslohn bei Amazon 9,83 Euro, nach Tarif müssten es 12,18 Euro sein. In Leipzig beträgt der Einstiegslohn 9,30 Euro, nach Versandhandelstarif müsste Amazon 10,66 Euro pro Stunde bezahlen.

Nur wer kämpft, kann gewinnen. 

 

 In diesem Sinne wünscht die ver.di Betriebsgruppe bei der Druckerei C.H. Beck den kämpfenden Kolleginnen und Kollegen bei Amazon alles Gute für ihren Arbeitskampf.

Auch bei Amazon - Tarifbindung durchsetzen!



Donnerstag, 13. Juni 2013

Unternehmensleitung nicht grundsätzlich gegen Haustarifvertrag!



Beim Spitzengespräch am 13.06.2013 mit Dr. Hans Dieter Beck bzw. der Unternehmensleitung in München, ging es darum, auszuloten, ob aufgrund des Verhandlungsstandes vom 11. Juni für die Druckerei C.H. Beck – nach über 2 Jahren OT-Mitgliedschaft und Zusatzverträgen – ein Haustarifvertrag mit ver.di möglich ist.

Seitens der Münchener Unternehmensleitung gab es folgende 3 Punkte, die aus ihrer Sicht einer weiteren Klärung bedürfen und für sie „problematisch“ sind.

Tarifecklohn/Tariferhöhungen:
Die Arbeitgeberseite begrüßte und befürwortete die Verschiebung der 2-prozentigen Lohn- und Gehaltserhöhung vom 01.08.2012 auf den 01.01.2014, verlangte aber darüber hinaus, dass künftige Erhöhungen in 2014 (die noch gar nicht bekannt sind) auf 2015 bzw. mindestens um weitere 12 Monate verschoben werden sollen.
Wir machten deutlich, dass es schon merkwürdig ist, über eine Verschiebung von Entgelterhöhungen zu sprechen, deren Höhe noch gar nicht bekannt ist.

Beschäftigungssicherung:
Eine Beschäftigungssicherung bis zum 30.06.2016, wie in der Verhandlung vom 11. Juni in Nördlingen besprochen, will die Unternehmensleitung auf keinen Fall akzeptieren.
Diese müsse deutlich früher enden, um auf „Personalanpassungen“ reagieren zu können.
Seitens ver.di machten wir deutlich, dass Verzichte der Beschäftigten bei der Jahresleistung und beim Urlaubsgeld immer verbunden sind mit dem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen. Je länger Verzichte der Beschäftigten von Arbeitgeberseite gefordert werden, umso länger ist auch der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. Sind Verzichte für eine kürzere Zeit vereinbart, verringert sich somit auch der Zeitraum für den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen.

Seitens der Arbeitgeberseite wurde kurzfristig nochmals die Frage aufgeworfen, ob man nach über 2 Jahren Zusatzverträgen überhaupt noch von Arbeitnehmerverzichten bei Jahresleitung und Urlaubsgeld sprechen könne.

Nachwirkung des Tarifvertrages:
Hier geht es um die rechtliche Frage, wie lange der Tarifvertrag oder Teile des Tarifvertrages über die Laufzeit hinaus weiter gelten oder nicht.

Wir sind zum Ende dieses Gespräches dann so verblieben, dass von ver.di einen Entwurf für einen Haustarifvertrag erarbeitet und dieser der Geschäftsleitung/Unternehmensleitung dann zugeht. Die Arbeitgeberseite muss dann entscheiden, ob sie bereit ist, mit ver.di einen Haustarifvertrag für die Bereiche Werkstatt, Druck und Satz zu vereinbaren.

Es gab seitens der Unternehmen- und Geschäftsleitung keinerlei Signale, die Bereiche Verwaltung,  Vertrieb und eMedien in den Geltungsbereich eines künftigen Haustarifvertrages aufzunehmen.

Im Juli werden dann die ver.di-Mitglieder der Druckerei C.H. Beck über die Annahme und Inhalte eines Haustarifvertrages entscheiden - sofern die Unternehmensleitung / Geschäftsleitung bereit ist, einen Haustarifvertrag zu unterzeichnen. Andernfalls werden wir uns dann auch über weitere andere Maßnahmen unterhalten müssen.

Teilnehmer dieser Gesprächsrunde für die Arbeitgeberseite waren:
Die Herren Dr. Hans Dieter Beck, Saßnink, Dr. Kranert und Höhn.

Für ver.di bzw. die Arbeitnehmerseite nahmen teil:
Kollegin Christa Hasenmaile (ver.di München), sowie die Kollegen Rudi Kleiber und Erwin Zwickel.

Über den weiteren Verlauf der Dinge werden wir informieren.

Nur tarifliche Regelungen garantieren
dauerhaften betrieblichen Frieden und Rechtssicherheit für alle!

Dienstag, 11. Juni 2013

Nach acht Verhandlungsrunden ist ein Durchbruch in Sicht!





 Haustarif in Reichweite – aber nicht für Alle!

Völlig überraschend präsentierte die Geschäftsleitung zu Beginn der 8. Verhandlungsrunde ein (aus ihrer Sicht) „verbessertes“ neues Angebot:

Die Tarifverträge der Papierverarbeitung sollen für die Bereiche Druck, Werkstatt und Satz zur Anwendung kommen!

Dies würde massive Verschlechterungen bedeuten bei

·        Löhnen und Gehälter
·        Schicht- und Erschwerniszuschlägen

Über eventuelle Besitzstandsregelungen könne man ja reden – so die Geschäftsleitung.
Nach interner Beratung war für die Verhandlungskommission klar, dass wir diesen Weg nicht mitgehen werden.

Die Bereiche Verwaltung, Vertrieb und eMedien sollen nach dem Willen der Geschäftsleitung auch künftig keinerlei Tarifverträgen unterliegen.

Trotz mehrmaligen Nachhakens war die Geschäftsleitung nicht bereit, sich in diesem Punkt zu bewegen!
Nach diesen beiden Punkten standen die Verhandlungen kurz vor dem Scheitern.

Nach mehreren Verhandlungspausen und Beratungen liegt folgendes Eckpunktepapier vor:

Arbeitszeit:
Im Grundsatz gilt die 35-Stundenwoche. Eine Ausweitung ist für 2 Jahre per Öffnungsklausel bis zu 37 Stunden/Woche möglich.

Facharbeiterecklohn:
16,22 Euro; die seit 01.08. 2012 tariflich geltende Lohn- und Gehaltserhöhung von 2% wird zum 01.01.2014 nachgeholt (= Ecklohn 16,55 Euro).

Jahresleistung /Urlaubsgeld:
2013:  60% / 30%
2014:  60% / 30%
2015:  70% / 40%

Entgeltentwicklung:
Analog den Tarifverträgen der Druckindustrie.

Laufzeit:
Vom 01.07.2013 bis 31.12.2015

Beschäftigungssicherung:
Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 30.06.2016.

Die Geschäftsleitung machte nochmals deutlich, dass diese Regelungen eines Haustarifvertrages nur für die Bereiche Druck, Werkstatt und Satz gelten sollen.
Die Bereiche  Verwaltung, Vertrieb und eMedien sollen weiterhin in einem tariflosen Zustand
– entsprechend den Zusatzverträgen 1 und 2 – bleiben!

Ob diese Eckpunkte Bestandteil eines Haustarifvertrages werden, hängt nunmehr ab
        von dem anstehenden Spitzengespräch mit Dr. Beck am 13.06.13
        und von der Zustimmung der zuständigen ver.di-Gremien.

Für die Arbeitgeberseite nahmen am Tarifgespräch teil:
Herr Dr. Kranert, Herr Höhn, Herr Bauhammer und Frau Zinke.


Für unsere Verhandlungskommission


Rudi Kleiber        Andreas Beck        Manuela Heinze-Maier        Erwin Zwickel


Sollten diese beiden Zustimmungen vorliegen, 
wird der Haustarifvertrag den ver.di-Mitgliedern 
in der Druckerei C.H. Beck zur 
Diskussion und Abstimmung vorgelegt.





Freitag, 7. Juni 2013

Was war los in der 7. Verhandlungsrunde?


Eine Veranstaltung – zwei völlig unterschiedliche Bewertungen!

Aufgrund der Kommentare, vielen Anrufe und Fragen wollen wir nochmal zur 7. Verhandlungsrunde Stellung nehmen.

Vergleicht man den erfolgten Aushang (6. Juni) der Geschäftsleitung zum Verlauf des letzten Tarifgespräches mit dem Tarifinfo 7 von ver.di, das bereits am Montag, 3. Juni veröffentlicht wurde, so könnte man meinen, dass über zwei verschiedene Gespräche berichtet wird.

v  Laut Geschäftsleitung wurden die Gespräche ohne Ergebnis auf den 11. Juni vertagt; ver.di sei nun gefordert, Lösungsvorschläge vorzulegen.

v  Laut ver.di erklärte die Geschäftsleitung ihre Bereitschaft, zur nächsten Verhandlungsrunde am 11. Juni ein verbessertes Angebot zu allen wesentlichen Punkten vorzulegen. 

 v  Laut Geschäftsleitung hält ver.di unverändert an der Forderung fest, in den Flächentarifvertrag zurückzukehren. 

v  Laut ver.di wurde in allen Gesprächen, auch beim letzten Termin, Abweichungen vom Flächentarifvertrag (Öffnungsklausel bei der Arbeitszeit bis zu 37 Stunden;   Reduzierung von tariflicher Jahresleistung und Urlaubsgeld gegen eine Beschäftigungssicherung) angeboten.
 Erkundigt Euch bei den Mitgliedern der
ver.di-Verhandlungskommission über den aktuellen Sachstand!
 Mittlerweile macht auch im Betrieb die Runde, dass die Geschäftsleitung mit dem Aushang solange gewartet hat, bis der Betriebsrat den umfangreichen Flexizeiten und Sonderschichten für das kommende Wochenende zugestimmt hat.

Schaut genau, was sich am Dienstag, 11. Juni,
in der 8. Verhandlungsrunde tut.
Wir werden dann gemeinsam entscheiden, was zu tun ist!

Montag, 3. Juni 2013

Bringt die 7. Verhandlungsrunde den Durchbruch?




 
Nach Stillstand kommt doch noch Bewegung in die Verhandlungen!

Zu Beginn der heutigen Gesprächsrunde legte die Geschäftsleitung ein Arbeitspapier für einen künftigen Tarifvertrag zwischen der Druckerei und ver.di vor. Neben wenigen Verbesserungen blieb es bei den bekannten Maximalforderungen der Geschäftsleitung.
Diese sind:

1.      Beibehaltung der 38,75 Std./Woche + betriebliche Öffnungsklauseln
2.      Beibehaltung der Verzichte bei Jahresleistung und Urlaubsgeld
3.      Festlegung des Facharbeiter-Ecklohns auf 15,48 Euro.
4.      Entgelterhöhungen von 1% + X.


Folgende Verbesserungen soll es für Mitarbeiter geben, die das 55. Lebensjahr vollendet haben:

·         Reduzierung auf bis zu 3 Samstagsschichten pro Jahr
·         Erhöhung des Zuschlages für die Samstags-Flexischicht auf 50%
·         Freischichten nach dem Drucktarif

Diese marginalen Verbesserungen reichten nach Ansicht der Verhandlungskommission bei weitem nicht aus, um die oben genannten Maximalforderung der Geschäftsleitung auszugleichen. Wir standen kurz davor, die Verhandlungen solange auszusetzen, bis die Geschäftsleitung von ihren Maximalforderungen abrückt.

Nach einer Verhandlungspause erklärte die Geschäftsleitung ihre Bereitschaft, bis zur nächsten Verhandlung am 11. Juni zu allen folgenden Punkten ein verbessertes Angebot vorzulegen:

·         zur Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit
·         zur Höhe des Facharbeiterecklohns (Drucktarif), inkl. Lohnerhöhungen
·         zu Jahresleistung  und Urlaubsgeld

Zum Thema Altersteilzeit werden Geschäftsleitung und Betriebsrat einen Aushang zur Ermittlung des Interesses an ATZ-Verträgen vornehmen.

Am Donnerstag, den 13. Juni, wird zwischen Dr. Beck, der Geschäftsleitung und ver.di ein Gespräch zur Lösung des Tarifkonfliktes stattfinden.

Die der Geschäftsleitung vorgelegte Vereinbarung über die Verlängerung der für die Buchbinderei geltenden Tarifverträge (Anerkennungstarifvertrag Papierverarbeitung und des Überleitungstarifvertrages) bis zum 31. 12. 2015 wurde von der Geschäftsleitung unterschrieben.

Für die Arbeitgeberseite nahmen am Tarifgespräch teil:
Herr Dr. Kranert, Herr Höhn, Herr Zoller und Frau Zinke.


Für unsere Verhandlungskommission


Rudi Kleiber        Hans Fickel        Manuela Heinze-Maier        Erwin Zwickel

Dies war noch nicht der Durchbruch, die Chancen auf eine Einigung sind jedoch gestiegen!
Sollten wir feststellen, dass hier falsche Hoffnungen geweckt wurden, werden die Kolleginnen und Kollegen entsprechend handeln!