Das Wunder von Nördlingen oder eine Märchenstunde?
Es war einmal…
Seit Beginn der
Tarifgespräche am 21. März 2013 zwischen der Nördlinger Geschäftsleitung und
der ver.di-Verhandlungskommission wurde uns eine Rückkehr in den Drucktarif
verweigert, da es die wirtschaftliche Situation der Druckerei nicht verkrafte,
so die Geschäftsleitung. Deshalb seien folgende Forderungen der
Geschäftsleitung unerlässlich:
1 Längere Arbeitszeiten
2 Unterschiedliche
Facharbeiterecklöhne und Gehälter
3 Reduzierung der
Jahresleistung
4 Reduzierung des
Urlaubsgeldes
5 Verschiebung der
Entgelterhöhung aus 2012 auf den 01.01.2014
6 Verschiebung von
Entgelterhöhungen in 2014 (die noch gar nicht bekannt sind) auf einen späteren
Zeitpunkt
7 Altersteilzeit für
ältere Arbeitnehmer und Schichtarbeiter ist zu teuer
Auch zuletzt beim
Spitzengespräch mit dem Verleger und der Unternehmensführung in München wurde
deutlich, dass Beck diese Forderungen für unverzichtbar hält, keine Rückkehr in
den Drucktarif gewollt ist und die Unternehmensleitung den Beschäftigten der
Druckerei keine Beschäftigungssicherung geben wird.
Begründet wurde dies wie
folgt:
1 Massive Verluste und
tiefrote Zahlen im Satz, massiver personeller Überhang (40-60 Prozent)
2 Rote Zahlen auch in der
Druckerei und Buchbinderei
3 Wir können keine
Beschäftigungssicherung geben
4 Wir sind mit dem
Personalabbau im Rückstand
Ernstzunehmende Ausführungen der Unternehmensleitung am 13.
Juni!
Doch dann kam der 11. Juli 2013 und mit ihm das Wunder von
Nördlingen!
Mit dem
Zukunftssicherungspaket II (Grundlage sind die abgepressten Zusatzverträge aus
2011!) verkündet die Nördlinger Geschäftsleitung, dass wir „vor dem
Hintergrund der zu erwartenden guten Entwicklung bereits mit dem
Augustlohn/-gehalt eine Abschlagssumme auf die Erfolgsbeteiligung in Höhe von
500 € zahlen“.
Wer kann dieses Wunder erklären?
Aber wie sagte Dr. Beck
schon vor einigen Monaten:
GELD IST GENUG DA!
(allerdings nicht genug für Zukunftsinvestitionen und Bezahlung
nach dem Drucktarif?)






