Freitag, 19. Juli 2013

Betriebsversammlung der Druckerei C.H. Beck am 18. Juli 2013!


 

Geschäftsleitung lässt Tarifgespräche scheitern -
Die Argumente von Dr. Kranert überzeugten nicht!

Für den Betriebsrat ging der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Hans Fickel in seinem Bericht ausführlich auf das Scheitern der Tarifgespräche durch die Geschäftsleitung ein. Der Betriebsrat und die Mitglieder der Verhandlungskommission fühlen sich von der Geschäftsleitung getäuscht und sind über die Vorgehensweise sehr verwundert. Auch ihre Aufforderung wieder zur normalen Arbeit über zu gehen, sieht der Betriebsrat kritisch.

Wie soll das gehen, wenn Kolleginnen und Kollegen mit Einschüchterungen und Drohungen zur Arbeit „motiviert" werden. Nicht nur zufriedene Kunden, sondern auch zufriedene Mitarbeiter sind für ein erfolgreiches Handeln nötig, so Hans Fickel.

Ver.di und der Betriebsrat kritisierten auf der Betriebsversammlung der Druckerei C.H. Beck am 18. Juli 2013 das Scheitern der Tarifverhandlungen. Nach wie vor gibt es für uns als Arbeitnehmervertretung keine nachvollziehbaren Gründe, die das Scheitern der Tarifgespräche rechtfertigen.

Ver.di erläutert den Beschäftigten den Tarifvertragsentwurf!

Die Landesfachbereichsleiterin Christa Hasenmaile erklärte den Beschäftigten ausführlich die Inhalte des der Geschäftsleitung vorgelegten „Tarifvertragsentwurfs". Dieser Entwurf erfolgte auf Basis der stattgefundenen Tarifgespräche. Dies gilt u. a. für die Bereiche Arbeitszeit, Jahresleistung, Urlaubsgeld, Beschäftigungssicherung, Entgelterhöhungen und Besitzstandregelung.

Dr. Kranert als Chef der Nördlinger Druckerei konnte nach Auffassung von Beschäftigten nicht detailliert darlegen, was denn nun genau die Gründe für das Scheitern der Tarifgespräche sind. Mehr als pauschale Vorwürfe gegenüber dem ver.di-Vertragsentwurf und der untaugliche Versuch, dies im Einzelnen zu begründen, kamen dabei nicht heraus.

Über alle Punkte eines Entwurfs kann man sprechen, das ist nun mal ein Element eines Entwurfes, so Fachbereichsleiterin Christa Hasenmaile. Der Eindruck, dass die Nördlinger Geschäftsleitung von Anfang an das Scheitern einkalkuliert und geplant hat, sei mittlerweile nicht mehr von der Hand zu weisen. Nach der Betriebsversammlung meinten auch Beschäftigte der Druckerei, dass dieses Scheiten ebenso geplant und vorbereitet war, wie in 2011 der Wechsel in eine OT-Mitgliedschaft und in der Folge die Zusatzverträge.

"Zukunftssicherungspaket II" ein schwammiger Begriff!
Das von der Geschäftsleitung vorgelegte Papier mit dem Titel „Zukunftssicherungspaket II" bezeichnete selbst der Verleger als „schwammigen Begriff". Zukunft kann man nicht absichern, so Dr. Beck, auf die Frage, wie denn die Zukunft in Nördlingen aussehen und gesichert werden soll.
Für die Kolleginnen und Kollegen der Druckerei geht es nicht um Begrifflichkeiten und Worthülsen, sondern es geht um Inhalte. So bleibt das Thema der Beschäftigungssicherung im sogenannten "Zukunftspaket II der Nördlinger GL" völlig unberücksichtigt, so ver.di. Dies hat umso mehr Priorität, als man sich seitens der Unternehmensleitung auch „eine Druckerei mit 180 Beschäftigten" vorstellen kann.

Zukunftssicherung II ohne Beschäftigungssicherung!
Solange für die Druckerei bzw. die Beschäftigten in Nördlingen kein Tarifvertrag besteht, befindet sich die Druckerei nach wie vor in einem tariflosen Zustand. Auch wenn Dr. Kranert, der neue Chef in Nördlingen zum wiederholten Male erklärte, dass es keine neuen Tarifgespräche gebe, werden wir als Arbeitnehmervertretung alle rechtlichen Möglichkeiten und strategischen Gelegenheiten – auch das anstehende 250-jährige Jubiläum - nutzen, um diesen tariflosen und vogelfreien Zustand zu beenden.
 
Ver.di fordert die Geschäftsleitung weiterhin nachdrücklich auf,
an den Verhandlungstisch zurückzukehren und
diesen tariflosen Zustand zu beenden!

Ein tarifloser und vogelfreier Zustand 2013 bedeutet
eine Wiederhloung der Ereignisse des Mai 2011.
Dies wollen wir nicht!

Kommentare:

  1. Habe heute Morgen die SZ gelesen. Ein guter Artikel über die Tarifflucht bei Beck steht da drin. Kein Vergleich zum Artikel in unserer Heimatzeitung.
    Dass wir nach München fahren und wir für einen Tarifvertrag protestieren, war doch schon immer eine ausgemachte Sache, von Anfang an.

    Mal schauen was die Politiker und Persönlichkeiten sich dann denken. 250 Jahre Beck und die Arbeiter der Druckerei werden verarscht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Herren Beck scheuen die Öffentlichkeit. Von daher ist der SZ-Artikel sicher wertvoll für unsere Sache, weil er die breite, kritische Öffentlichkeit eher erreicht als der Rieser Anzeiger. - Was ist eigentlich mit Dr. h. c. Wolfgang Beck und seinem Sohn Dr. Jonathan Beck? Mindestens Dr. h.c. Wolfgang Beck hat immer gerne mal den sozial denkenden Unternehmer raushängen lassen und sich damit geflissentlich von seinem Bruder abgegrenzt, wenn es denn gefahrlos ging. Was ist denn jetzt? Einig mit dem Bruder? Stillschweigend abgetaucht, bis bessere Zeiten kommen? - Alles eine Schublade! - Heinrich Beck würde sich im Grabe umdrehen!

      Löschen
    2. Ja, die alten "guten" Zeiten, die von Heinrich Beck, die mit Menschenachtung, mit Respekt vor dem Mitmenschen, sind vorbei. Die Zeiten, in denen man an einem Seil zog. - Heutzutage sind wir wieder da, wo wir vor ca. 300 Jahren waren. Menschen sind nur Material. Ob 300 oder 250, was solls: Hauptsache, wir erreichen unser "unternehmerisches Ziel"! Die Menschen bleiben halt auf der Strecke! Gibt ja genug!

      Löschen
    3. Es gibt ca. 320 Mitarbeiter bei CHB die zufrieden sind, nur ca.30 Marionetten lassen sich von Kleiber und Co. Manipulieren.
      Warum haut ihr nicht ab und sucht euch einen anderen Betrieb und lasst uns in Frieden arbeiten !
      Der Betriebsrat sollte die Interessen der 320 Einsichtsvollen Kollegen vertreten und nicht die der Gewerkschaft.

      Löschen
    4. Ihr wird euch um gucken.Ihr wollt doch kein Betriebsrat er kann als ausführenden Organ von der GL nicht in eure Interesse arbeiten du voll.....!Aber kein angst ihr habt es bald geschafft und wir unsere ruhe! Viele erfolg

      Löschen
    5. Da meldet sich ja ein ganz Heller zu Wort. Du schreibst hier von 320 Kollegen die zufrieden sind. Das glaube ich nicht, und ich glaube auch nicht daß diese Kollegen so denken wie du. Nur soviel du Gscheidle:Wenn wir Marionetten von Kleiber und Co.sind, was bist dann du???? Ich sags dir. Du bist ein rückradloser Arschkriecher der Geschätsleitung den man mit ein paar Euro mehr kaufen kann und der es wohl auch nie mehr kappieren wird. Nur noch soviel du Leuchte, wennn die den Laden verkleinern und herunterer fahren, ja dann bist auch du dabei. Und weißt du was? das freut mich dann richtig!!!!

      Löschen
  2. Gewerkschaft....Betriebsrat nicht Geschäftsleitung.....Betriebsrat ist plus im weg brauch man nicht!Kapiert hat du Problem kannst du selber regeln!Kein Tarifliche Bezahlung kannste selber regeln! Schau nach Urlaub und so weiter nach dem Gesetz und dann nachdem Tarif! kleiner unterschied!!!!!! Er hat investiert usw. Was glaubt ihr dann was kommt??? Ja Die sagen ja so ist das nicht...blah blah blah

    AntwortenLöschen
  3. Neuer Betriebsrat Herr Kranert,Herr Zoller und Herr Bauhammer und in beratender Funktion Herr Höhn wie naiv seit ihr den!

    AntwortenLöschen
  4. Da veröffentlicht einmal jemand eine dem allgemeinen Blog-Gedanken wiedersprechende Meinung und schon wird er mit Äußerungen konfrontiert, die weit unter der Gürtellinie liegen. Ein Blog sollte eine Plattform sein, auf der jeder seine Meinung kundgeben darf, ohne gleich beleidigt zu werden.

    AntwortenLöschen
  5. Glückwunsch, endlich meldet sich hier auch mal jemand zu Wort, der die Dinge genauso sieht wie (ich drück es jetzt mal nicht in Zahlen wie 320 Mitarbeitern aus) die Mehrheit der Mitarbeiter!
    Und genau wie Du bin ich der Meinung das unser Betriebsrat und Verdi hier die Mehrheit der Mitarbeiter und deren Interessen vertreten sollten. Was hier passiert ist nichts anderes als die Interessen der Gewerkschaft vor die der Beschäftigten zu stellen.

    Wenn ich mir die Kommentare im Blog hier so ansehe trifft die Vermutung mit den ca. 30 Marionetten aber relativ gut zu. Denn es sind dem Schreibstil nach immer nur die gleichen die meinen hier ihrer "Gedankenwelt" freien lauf zu lassen.

    Vielleicht bin ich jetzt eurer Meinung nach auch ein "Gescheidle" oder "rückradloser Arschkriecher der Geschäftsleitung".... hier muss ich euch aber allerdings enttäuschen. Das ist meine eigene persönliche Meinung zu dem Thema.

    Und eines solltet Ihr euch (vor allem die, die hier immer so schreien) mal alle vor Augen halten, wenn unser Betrieb verkleinert oder dicht gemacht wird bekommt ihr von Verdi auch keinen neuen Arbeitsplatz.... und wenn ihr doch so toll seid, dann sucht euch doch mal was besseres außerhalb der Beckschen. Die müssten Euch doch mit Handkuss nehmen. Aber warum geht denn keiner? Weil keiner was besseres findet als bei uns. So siehts doch aus!

    AntwortenLöschen
  6. Gehe gern hast vielleicht überlegt das nicht alle noch 20 Jahr alt sind,nicht so wie du.Du hast es bald geschafft du mußt noch jahrelang in den betrieb arbeiten viel Spaß.

    AntwortenLöschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.