Samstag, 1. Dezember 2012

Aufbruchstimmung bei der ver.di-Mitgliederversammlung am 1. Dezember 2012!

Tarifverträge müssen in der Druckerei C.H. Beck in Nördlingen wieder Anwendung finden!

Die sehr gut besuchte ver.di-Mitgliederversammlung fand unter dem Vorzeichen des Arbeitsgerichtsprozesses um die Zusatzverträge statt. Dort wurde festgestellt, dass die Zustimmungsquote von 70 Prozent nicht erreicht wurde!

Eine deutliche Wendung nahm das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Augsburg um die angefochtenen Zusatzverträge. Das Arbeitsgericht machte deutlich, dass eingegangene "Zusatzverträge ohne Datum und mündliche Zusagen" nicht den Anforderungen  einer Zustimmungsquote von 70 Prozent entsprechen. Diese Zusatzverträge wurden von der Geschäftsleitung mitgezählt.
Eine auf Vorschlag des Arbeitsgerichts angeregte gütliche Einigung mit den drei Kollegen (ohne Urteil durch das Gericht), wurde von der Arbeitgeberseite abgelehnt. Als ver.di  werden wir das Urteil des Arbeitsgerichts am 18. Dezember 2012 abwarten und dann die entsprechenden Schlussfolgerungen ziehen, damit unsere Kolleginnen und Kollegen ihre Ansprüche auch geltend machen können.
Allen ver.di-Mitgliedern werden wir bei der Durchsetzung ihrer Forderungen Beratung und Rechtsschutz gewähren,  so ver.di-Sekretär Rudi Kleiber!

Drucktarif und Tarifvertrag zur Altersteilzeit stehen als Forderung - Sondierungsgespräch mit Geschäftsleitung ohne konkrete Zusagen!

Im Gespräch zwischen der Geschäftsleitung und ver.di am 28. November 2012 machte die Arbeitgeberseite abermals deutlich, dass sie die Zusatzverträge und Verzichte der Beschäftigten als nach wie vor notwendig betrachtet. Seitens ver.di stellten wir klar, dass wir unsere Forderungen Drucktarif und eine tarifliche Regelung zur Altersteilzeit aufrecht erhalten. Ein unhaltbarer Zustand ist, dass sich aufgrund der Zusatzverträge am Standort Nördlingen eine "Vierklassengesellschaft" in der Druckerei etabliert hat. Dieser Zustand ist für den Betriebsrat, ver.di und für die Kolleginnen und Kollegen unerträglich und muss beseitigt werden. Es liegt nun an den Gesellschaftern in München, ob es Tarifverhandlungen geben wird. Allein die Zusage zu Tarifverhandlungen ist nicht ausreichend, es müssen auch die materiellen Inhalte passen. Einen Tarifvertrag auf Basis der Zusatzverträge wird es nicht geben, so ver.di-Sekretär Rudi Kleiber!

Aktionstag der Druckerei - Wir besuchen Dr. Beck in München!

Große Zustimmung fand die Initiative eines Aktionstages. Für den Drucktarif, einem Tarifvertrag zur Altersteilzeit und gegen Tarifflucht, Rechtlosigkeit und eine Vierklassengesellschaft in der Druckerei C.H. Beck.
Wir wollen die Gesellschafter in München besuchen und ihnen näher bringen und deutlich machen, dass dieser tariflose Zustand in der Druckerei in Nördlingen so nicht weiter hingenommen wird. "Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich diesem Besuch anschließen, desto besser". Eine hochqualifizerte und engagierte Belegschaft verdient mehr! Weitere Informationen "zum Aktionstag und zum Besuch in München" folgen!

Nuzen wir die Chance, dass alle Beschäftigten wieder mehr zusammenrücken und gemeinsam für Tarifverträge eintreten und streiten!


Tarifverträge schützen - Tarifverträge nützen.

Gemeinsam mit ver.di für tarifvertragliche Regelungen!

Kommentare:

  1. Konnte diesmal leider nicht zur Versammlung kommen. Aber was ich da so gelesen, war für mich ganz aufschlussreich und nachvollziehbar. Das mit dem Aktionstag finde ich klasse. Nicht immer das Gleiche wie immer! Ich fahre auch mit!!

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  2. Diese Nachricht sollte nun auch den letzten Träumer geweckt und auf den Boden der Tatsachen geholt haben.
    Die Zeit des Wegschauens und Schönredens ist vorbei.
    Wir sind für die Misswirtschaft in Nördlingen nicht verantwortlich und darum wollen wir auch nicht mehr dafür bezahlen.
    Lasst uns alle gemeinsam nach München fahren und unsere Rechte einfordern!

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  3. Auch ich hatte leider nicht die Möglichkeit nach Reimlingen zu kommen. Hab mich aber schon erkundigt und finde das wir froh sein sollten einen so guten Betriebsrat, und Rudi Kleiber bei ver.di zu haben. Diese unterstützen uns Kollegen/innen mit allen rechtlichen Mitteln.
    Ich vordere alle in der Beck`sche auf, beim Aktionstag mitzumachen und mit nach München zu unseren Bossen zu fahren und klar zu machen das wir (alle zusammen, ob mit oder ohne Zusatzvertrag) bei dieser ABZOCKE nicht mehr mitmachen.

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  4. Nach 18 Monaten Zusatzverträge und einer Verarschung hinsichtlich der 70% Zustimmungsquote, muss jetzt jeder von uns Beschäftigte mal Flagge zeigen!

    Jeder muss ich entscheiden:
    Weiterhin keine tarifliche Regelungen und allein der Willkür der Zusatzverträge ausgesetzt
    oder
    der Führung in Nördlingen und München deutlich machen, dass es so nicht weitergehen darf. Drucktarif und Altersteilzeit sind deshalb unsere Forderungen!
    Nur zuschauen, abwarten und sich hinter den Anderen verstecken, gilt nicht.

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  5. Schön dass jetzt Zeichen gesetzt werden, wo sich alle Beschäftigte anschließen können...; unsere Führungskräfte (und auch die, die meinen dass sie was zu sagen haben) vermutlich nicht, die haben wie immer ihre Schäfchen im trockenen...

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  6. Hab gelogen, *
    hab betrogen, **
    hab die Bischöfe am Schwanz gezogen. ***

    * 70%; zugesagte Neuinvestitionen;
    Baubeginn Zusammenlegung Standort 2012.
    ** uns um Lohn für 3,75 Std./Woche;
    Weihnachtsgeld u. Urlaubsgeld
    zugunsten von Prämien und Gehaltserhöhung
    von Führungskräften.
    *** euch tut es doch nicht weh, wenn ihr den Auftrag erst Mitte November vergebt, aber ich muss sonst eine Maschine bestellen.

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  7. Eigentlich haben wir Beschäftigte doch Anrecht auf eine Erklärung der Geschäftsleitung, der Führungskräfte oder von Dr. Beck, warum man uns hinsichtlich der 70% Quote verarscht, angelogen oder betrogen hat...?

    Oder geht man jetzt einfach zur Tagesordnung über?

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