Samstag, 26. Oktober 2013

Weltbild-Beschäftigte wehren sich und kämpfen für ihre Arbeitsplätze!




Ein WELTBILD verliert sein Gesicht…

    …und 140 Mitarbeiter ihre Existenzgrundlage!

 
Beschäftigte demonstrieren vor dem Bischofspalais in Augsburg.
 
Der komplette Kundenservice von Weltbild muss gehen. Für immer? Für immer! Die Geschäftsleitung hat beschlossen, den Kundenservice komplett outzusourcen. Damit werden rund 140 tariflich bezahlte Arbeitsplätze in Augsburg vernichtet.

 
 

Beschäftigte und Angehörige demonstrieren für den Erhalt der Arbeitsplätze.

Aktion in der Augsburger Fußgängerzone.
 
Nach dem zweiten Gespräch zwischen der Weltbild Geschäftsführung, dem Betriebsrat und ver.di kündigt sich eine stürmische Auseinandersetzung an. Ohne inhaltlich mit den Vertretern des Betriebsrats und der Gewerkschaft über Alternativen zum Outsourcing des Kundendienstes (CCC) verhandelt zu haben, lässt die Geschäftsleitung die Verhandlungen platzen. Nun versuchen Carel Halff und Dr. Martin Beer über den juristischen Weg ein schnelles Outsourcing ohne Rücksicht auf die Folgen für die Beschäftigten durchzusetzen.

  
Stop vor der Esprit Filiale. Hier wurde vor kurzem ein Betriebsrat gewählt.
Nun versucht man die Betriebsratswahl gerichtlich anzufechten.
 
Zeitdruck der Kapitalgeber führt zu Aktionismus

„Wir unterstützen Maßnahmen, die eine sinnvolle Reaktion auf die veränderten Bedingungen darstellen, so der Betriebsrat. Das überstürzte Outsourcing einer zentralen Abteilung ist aber sicher nicht die richtige Antwort. Hier geht es allein um Kostensenkungen bzw. Profitsicherung. Es ist für die Arbeitnehmervertreter nicht hinnehmbar, dass ohne Prüfung von Alternativen die Arbeitgeberseite nur über das Wie und nicht über das Ob der Maßnahme verhandeln will.

 
Vor der Residenz des Bischofs von Augsburg und einem der Gesellschafter von Weltbild.

Dass die Geschäftsführung jetzt juristisch gegen den Betriebsrat vorgeht, ist ein Novum in der über 20-jährigen Geschichte betrieblicher Mitbestimmung bei WELTBILD. Carel Halff und Dr. Martin Beer versuchen dabei den Eindruck zu erwecken, das sei im Sinne der Beschäftigten. Das ist ein Skandal!", sagt Timm Boßmann, der ver.di Betriebsgruppensprecher bei Weltbild. Boßmann weiter: „Es entsteht der Eindruck, dass die Geschäftsführung diesen Plan von Beginn an hatte. Erst so tun, als ob der Betriebsrat beteiligt wurde, und dann auf Wiedersehen. Nicht mit uns. Wir verkaufen unser KollegInnen nicht.“

  
Vor dem Bischofspalais. Die Tür blieb verschlossen.

Die Gewerkschaft ver.di sieht die Beschäftigten der Verlagsgruppe Weltbild in einem großen Konflikt angekommen. „Eine Sauerei, dass die Geschäftsleitung den betroffenen KollegInnen jegliche Zukunft im Unternehmen verweigert und es dann auf den zeitlichen Druck der Kapitalseite schiebt. Dann den Betriebsrat noch als Blockierer der Umstrukturierung darzustellen, ist an nichts mehr zu überbieten,“ kritisiert Thomas Gürlebeck von ver.di Augsburg scharf. „Dass das Bistum Augsburg nun Gelder zu Verfügung stellt, ist ja schön und Recht aber doch bitte nicht für Abfindungen und Personalabbau sondern für die Zukunft der Beschäftigten im Unternehmen und für das Unternehmen“.

 

 

Wir verhüllen hier uns Antlitz, weil Weltbild dein eigenes Gesicht verliert!

Weitere aktuelle Informationen unter:
www.weltbild-verdi.blogspot.de
 

Kommentare:

  1. Andere Belegschaften kämpfen - bei Beck ist Kuschen angesagt....

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  2. Tolle Sache, was die Beschäftigten sich hier für Aktionen einfallen lassen. Die haben auch keine Scheu vor dem Bischofshaus zu protestieren!
    Und wir? Wir machen es Kranert, Dr.Beck und seinen Vasallen leicht und lassen uns für lasche 1.500 Euro bzw. 800 Euro BRUTTO verkaufen! Mal abwarten, welche Quittung wir im nächsten Jahr dafür bekommen!
    Jedenfalls Respekt und alle Achtung an die Weltbild Beschäftigten.

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  3. Um es in der Sprache eines Fußballers auszudrücken:

    Wir liegen zwar in der ersten Halbzeit zurück, aber das Spiel (um einen Tarifvertrag) ist noch nicht entschieden. Es gibt noch eine 2. Halbzeit und vielleicht auch eine Verlängerung....

    Also nicht den Kopf in den Sand stecken. Die 1.500 Euro nehmen wir gerne mit, was uns aber nicht hindert, in der 2. Halbzeit aufzudrehen!!!!

    Unsere Bosse nennen sich zwar Führungskräfte, aber die Führung in der 2. Halbzeit können wir durchaus wieder übernehmen!

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    1. Laut Dr. Kranert ist das Spiel längst abgepfiffen - und auch entschieden.

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  4. Da spucken manche schon wieder große Töne, ich halte den Ball mal lieber etwas flacher oder möchte es mit Goethe so formulieren:
    "Der Worte hör ich wohl, mir aber fehlt der Glaube!" Ich bin mir da nicht so sicher, dass das Spiel in der 2. Halbzeit noch auf den Kopf gestellt werden wird!? Weltbild lässt grüßen! Am Ende müssen wir noch alle froh sein, wenn wenigstens die Arbeitsplätze erhalten werden!

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  5. Ist doch ganz klar wenn die Kollegen nicht mit machen und mit allem zufrieden sind ist es vorbei!! Dr Kranert wird jetzt schauen das er die Gewerkschaft voll aus dem betrieb bekommt und ein GL freundlicher Betriebsrat einsetzt sorry gewählt wird.Punkt,Satz,Sieg!!! Saubere Arbeit ;-)

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