Donnerstag, 14. Januar 2016

Vorschlag der Geschäftsleitung findet bei Beschäftigten der Buchbinderei keine Zustimmung!

Beschäftigte fordern neue Verhandlungsrunde mit Geschäftsleitung!
 
Die Beschäftigten haben sich auf der Informationsversammlung am 9. Januar 2016 entschieden: das von der Geschäftsleitung vorgelegte Papier ist nicht einigungsfähig. Das ablehnende Votum der Abstimmung über die von der GL überreichte Vereinbarung war eindeutig und klar.

Kritisiert wurden von den Kolleginnen und Kollegen vor allem zwei Punkte:

Eventuelle künftige Veränderungen bei der Arbeitszeit bzw. die Einführung von unbezahlter Mehrarbeit bis zu 3 Stunden pro Woche sollen mit dem Betriebsrat, und nicht wie bisher mit ver.di, vereinbart werden können.

Das Problem der ständigen Zunahme von Werkverträgen und die damit verbundene Befürchtung, dass dies betriebsbedingte Kündigungen zur Folge haben könnte. Dieses Thema ist im Entwurf der Geschäftsleitung völlig ausgeblendet.

In einer weiteren Abstimmung machten die Beschäftigten deutlich, was oberste Priorität bei den Beschäftigten hat:

- Wie bisher eine tarifliche Regelung mit ver.di zur Arbeitszeit;
- eine Regelung zum Thema Werkvertragsvergabe und Beschäftigungssicherung.

In dieser zweiten Abstimmung machten die Beschäftigten dann weiter deutlich, welche weiteren Themen sie derzeit bewegen und wo sie zusätzlichen Regelungsbedarf zur Sicherung der Arbeitsplätze und der Arbeitsbedingungen sehen.
 
Dieser Abstimmung zufolge erwarten die Beschäftigten Regelungen zu folgenden, bisher  noch offenen Themen:

- Regelung zur Facharbeit und Facharbeiterentlohnung;
- Regelung zur Maschinenbesetzung und Eingruppierung;
- Regelung der Kündigungsfristen für die Betriebsvereinbarung.
 
Unstrittig zwischen Geschäftsleitung und ver.di sind die Fortschreibung der Besitzstandsregelungen von 2008 zu dem abgelösten Drucktarif und den Drucktarif-Zuschlägen.

Die Beschäftigten erwarten von der Geschäftsleitung, dass sie endlich bereit ist, mit der Verhandlungskommission der Arbeitnehmer die einzelnen Themen Punkt für Punkt zu verhandeln.

Wo tatsächlich auch der Wille vorhanden ist, ist auch ein Kompromiss möglich.

Die ver.di-Verhandlungskommission befürwortet die Verhandlung über alle Themen und wird sich einer Einigung auf Basis eines fairen Kompromisses nicht verweigern!
 
 
 
 
 

Kommentare:

  1. jetzt liegt es an Kranert u Co, ob sie den Willen von uns Bubi Beschäftigten weiterhin ignorieren oder den Weg eines Kompromisses gehen wollen!

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  2. War eine sehr gute Versammlung. Die Präsentation war gut und verständlich. Die Abstimmungen absolut demokratisch. Jetzt bin ich mal gespannt, wie unsere GL mit einem solchem Votum umgeht. Einfach das Votum der Beschäftigten ignorieren oder doch mal darüber nachdenken?

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  3. Bin mal gespannt, wie unser Boss auf unsere Anliegen reagiert. Mal schauen, ob unsere Arbeit noch wertgeschätzt wird.

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  4. Lasst uns mal abwarten, ob unsere Chefs überhaupt bereit sind, ernsthaft und neu zu verhandeln!
    Eine Blockade schließe ich bei diesen ........ nicht aus!

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