Freitag, 4. März 2016

Mindestlohn ein voller Erfolg!

Mehr als ein Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns ist klar: Der gesetzliche Mindestlohn nutzt Millionen Beschäftigten. Vor allem in den klassischen Niedriglohnbranchen sind die Verdienste kräftig gestiegen. Auch der Beschäftigung hat der Mindestlohn nicht geschadet – wie wir das von Anfang an vorhergesagt haben. Mit ihren Warnungen vor dem Jobkiller Mindestlohn haben sich die neoliberalen Ökonomen völlig blamiert.

Dienstleistungsberufe und Ostdeutsche profitieren am meisten. Im dritten Quartal 2015 sind die Bruttostundenlöhne von Voll- und Teilzeitbeschäftigten in Westdeutschland um 1,7 Prozent gestiegen, in Ostdeutschland um 3,6 Prozent. Die stärksten Zuwächse erzielten ungelernte ostdeutsche Frauen mit 8,5 Prozent, bei Männern der gleichen Gruppe gab es ein Lohnplus von acht Prozent.

Im Oktober 2015 gab es republikweit 700.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte mehr als ein Jahr zuvor. Dies ist ein Zuwachs von 2,3 Prozent. Gerade in einer Reihe klassischer Niedriglohnbranchen, die durch den Mindestlohn besonders hohe Lohnzuwächse erlebten, stieg die Beschäftigung überdurchschnittlich stark.

Einen Rückgang um etwa 200.000 Stellen gab es bei den Minijobs. Dies ist positiv, da ein Großteil davon in sozial versicherte Beschäftigung wechselte. Nur vier Prozent ehemaliger Minijobber meldeten sich arbeitslos.
Jetzt kommt es darauf an, den Mindestlohn ab 2017 kräftig zu erhöhen. Ernst zu nehmende Gegenargumente gibt es nicht.


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