Dienstag, 24. Mai 2016

2011-2016: 5 Jahre Zusatzverträge - eine Chronik der Schande! Teil I



 
5 Jahre sind vergangen, seit der Verleger Dr. Hans Dieter Beck in einem handstreichartigen Überfall unter dem Kommando seines damaligen Kriegshäuptlings Apenberg (Unternehmensberater) die Belegschaft der Druckerei ihrer tarifvertraglichen Rechte beraubt hat,
5 Jahre Tarifflucht, 5 Jahre, in denen die Unternehmensleitung  massiv die Disziplinierung, die Spaltung und Entsolidarisierung der Belegschaft der Traditionsdruckerei C.H. Beck in Nördlingen betrieben hat,
5 Jahre Niedergang der Unternehmenskultur,
5 Jahre, in denen der Ehrenbürger der Stadt Nördlingen, Dr. Hans Dieter Beck, Tarifverträge mit Füßen getreten und sich jeglicher sozialen Verantwortung entzogen hat,
5 Jahre, in denen die Familie Beck, die bekanntlich zu den 250 reichsten Familien** in Deutschland gehört, ihren Beschäftigten in die Tasche gegriffen hat,
5 Jahre, in denen die Familie Beck die Loyalität und das Vertrauen ihrer Mitarbeiter in Nördlingen verspielt hat,
5 Jahre, die den ehemals guten Ruf der Familie Beck ruiniert haben.
** Alle Angaben ohne Gewähr! Quelle - manager magazin; der WISSENSCHAFTLICHE FINANZEN-BLOG! Am 23. Februar 2015 in Magazine

 
Wir erinnern uns:
Im April 2011 erfolgte der Wechsel der Druckerei in eine sogenannte OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) und damit die Flucht aus allen Tarifverträgen für die Druckindustrie.

Im Mai 2011 wurde die Mehrheit der Mitarbeiter durch massive Einschüchterung (Androhung des Arbeitsplatzverlustes) dazu genötigt, Zusatzarbeitsverträge zu unterschreiben, die unbezahlte Mehrarbeit (3,75 Std./Woche), massive Einkommenseinbußen (bis zu 7.000 €/Jahr) und andere Grausamkeiten beinhalteten - und dies alles, obwohl die Druckerei noch nie rote Zahlen geschrieben hatte und „genug Geld (für Investitionen) da ist“ (Zitat Dr. Hans Dieter Beck).


Vertragsgrundlage war auch, dass diese Verträge nur rechtsgültig würden, wenn eine Unterschriftsquote von 70% erreicht würde. Im Juni 2011 behauptete die Geschäftsleitung wahrheitswidrig und wider besseres Wissen, dass diese Quote von 70% erreicht worden wäre.

 
 
Die Chronik der Jahre 2011-2016 ist auch eine Chronik der Täuschungen und der gebrochenen Versprechen. Hierfür an dieser Stelle nur ein weiteres Beispiel: auf einer Betriebsversammlung im Mai 2011 erklärte Dr. HD Beck, wenn die Beschäftigten die Zusatzverträge unterschreiben, dann würde, als Zeichen der Standortsicherung, noch im Jahr 2012 mit dem Neu- bzw. Erweiterungsbau an der Augsburger Straße Werk II) begonnen.

 
Dieser Neubau lässt bis heute auf sich warten (nebenbei: die Verteilung des Betriebs auf 2 Standorte in Nördlingen verursacht pro Jahr ca. 500.000 € vermeidbare Kosten)!

Im Dezember 2011 reichten drei Beschäftigte eine Klage beim Arbeitsgericht ein, um die Gültigkeit der Zusatzverträge prüfen zu lassen. Zahlreiche Klagen weiterer Beschäftigter folgten. Das Arbeitsgericht (und später das Landesarbeitsgericht) stellten fest, dass diese Verträge aufgrund der nicht ereichten Quote von 70% unwirksam waren. Die Druckerei wurde zur Nachzahlung der zu Unrecht vorenthaltenen Lohnbestandteile verurteilt!

Am 17. Dezember 2012 fuhren die Beschäftigten der Druckerei mit 3 Bussen nach München, um vor dem C.H. Beck Verlag gegen die Tarifflucht der Druckerei zu demonstrieren.

 

 
 
 
 
 

Kommentare:

  1. Sauber und gut recherchiert! Ja das ist eine Chronik der Schande.

    AntwortenLöschen
  2. Projekt Zukunftssicherung?
    Wohl eher Projekt Ausbeutung!!!
    Wollt ihr die totale Ausbeutung!!!
    Und manche schreien da noch laut, jaaaaa... .
    Ich fasse es nicht.

    AntwortenLöschen
  3. Es ist notwendig, dass diese ganze Sache (Sauerei) von 2011 hier im Netzt nochmals deutlich gemacht wird!

    AntwortenLöschen
  4. Lest das genau durch. So haben Dr. Beck, Höhn und Zoller vor 5 Jahren das in der Druckerei durchgezogen, ohne jegliche Rücksicht. Und jetzt zieht Kranert und Co das bei uns in der Bubi durch. Haben wir daraus was gelernt oder schauen wir zu wie die Lämmer auf der Schlachtbank,

    AntwortenLöschen
  5. ja das vor 5 Jahren war wirklich übelst, was da gelaufen ist. Und jetzt sind wohl die Buchbinder dran. Zieht eure Lehren aus dem was wir erlebt haben und blöderweise hingenommen haben. Kranert und euer Pflaum werden das auch durchziehen. Den Anfang haben sie ja anscheinend bei einigen schon gemacht. Seid nicht so dumm wie wir damals und fallt auf deren Versprechungen herein.

    AntwortenLöschen
  6. Ich hatte die Hoffnung, dass das bei uns in der Bubi nicht kommt. Anscheinend doch und bin jetzt um eine negative Erfahrung in der Becksche reicher.

    AntwortenLöschen
  7. Da schon einer an, die Family Beck gehört zu den 250 reichsten Familien in diesem Land.

    AntwortenLöschen
  8. Ja, schon - aber von 2010-2013 wuchs das Beck'sche Vermögen nur um lumpige 100 Millionen Euro.
    Daran kann man sehen, dass Tarifflucht, Lohnsenkung für ihre Mitarbeiter usw. usw. aus reiner Not geschehen sind.

    AntwortenLöschen
  9. Wie war das noch: ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung Deutschlands besitzt den allergrößten Teil des Volksvermögens. Und der allergrößte Teil der Bevölkerung Deutschlands wird immer ärmer. Gut, dass unsere mageren Ersparnisse wenigstens - "gut verzinst" - bei der Bank auf unseren Ruhestand warten, um dann zu gegebener Zeit unsere dürftige Rente aufzubessern. Und wem es nicht langt, dem wird gesagt: "Hätt´st halt vorgesorgt!" :-)

    AntwortenLöschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.