Dienstag, 31. Mai 2016

Warnstreik auf 48 Stunden ausgeweitet!


Wir wollen und brauchen Tarifverträge!

Ver.di hat den vorerst auf 24 Stunden befristeten Warnstreik auf 48 Stunden ausgeweitet. Damit läuft der Warnstreik derzeit bis Donnerstag, 2. Juni, 5.00 Uhr. Auf einer Streikversammlung am Dienstag, 31. Mai votierten die Kolleginnen und Kollegen einstimmig für die Ausweitung des Warnstreiks.
 


Die Stimmung unter den streikenden Kolleginnen und Kollegen ist hervorragend, so ver.di Sekretär Rudi Kleiber. Mittlerweile hat sich die Meinung bei den Beschäftigten auch durchgesetzt, dass das Stillhalten der Belegschaft in den letzten Monaten und Wochen, von der Geschäftsleitung in keinster Weise honoriert wurde.

Im Gegenteil: weitere Maschinen (Fadenheftmaschinen) werden per Werkvertrag vergeben, Abgruppierungen und damit massive Lohnminderungen werden umgesetzt. Und zuletzt kündigte die Geschäftsleitung – trotz mehrfacher anderslautender Zusagen des Chef‘s der Nördlinger Druckerei  Dr. Kranert – den Anerkennungstarifvertrag für die Tarifverträge der Papierverarbeitung.


In einem Brief an die Nördlinger Geschäftsleitung fordert ver.di im Auftrag der Kolleginnenund Kollegen die GL auf, über die  gekündigten bzw. offenen Tarifverträge umgehend in Verhandlungen einzutreten bzw. ver.di bis zum 1. Juni 2016, 10 Uhr mitzuteilen, ob die GL dazu bereit ist.
Als Verhandlungstermine hat ver.di angeboten: Donnerstag, 02.06.2016, 9.00 Uhr – 17.00 Uhr oder Freitag, 03.06.2016,  9.00 Uhr – 14.00 Uhr.


Tarifverträge oder neue Zusatzverträge in der Beck’sche?
Nun liegt es an der Geschäftsleitung, ob Sie daran Interesse hat, die gekündigten und offenen Tarifverträge zu unterschreiben und damit den Tarifkonflikt zu beenden.
Oder ob sich die Hardliner im Beck Konzern durchsetzen und die letzten Tarifverträge am Standort Nördlingen eliminieren wollen.
Die Konsequenzen wären neue Zusatz- bzw. Einzelverträge in der Beck‘sche, wo Beschäftigte dann ein leichtes Opfer sind, gegeneinander ausgespielt zu werden, so wie z.B. in dem Rest der Druckerei in Nördlingen. Das haben die streikenden Kolleginnen und Kollegen ganz offensichtlich erkannt, so Rudi Kleiber.

Weitere Infos auch unter:


 
 
 
 

Kommentare:

  1. Ich hab mir meine Teilnahme am Warnstreik gut überlegt, aber bin zu dem Entschluss gekommen, dass es so nicht mehr weiter geht. Unsere Chefs erzählen uns alles mögliche, schöne Sonntagsreden, aber wenn es dann drauf ankommt, hält man sich an nichts. Sie Beispiel Kündigung des Anerkennungstarifes. Dieser sollte eigentlich nie gekündigt werden. Wurde aber doch! Und dann die zunehmenden Einzelgespräche durch unsere Personaldamen und Bereichsleitung. Das kotzt mich echt an.
    Es war ein sehr gutes Gefühl heute und morgen zu streiken. Endlich wieder ein guter Zusammenhalt in der Bubi. Echt klasse!

    AntwortenLöschen
  2. Macht weiter so, mal schauen wie lange das noch so gut geht.
    Folgt nur ruhig weiter eurem Flötenspieler, der euch ins verderben führt.
    Die Frage die sich stellt, was erzählt uns unser Hr. Kleiber? Aufpassen! Das es nicht so endet wie bei der Oldenburgischen.

    AntwortenLöschen
  3. Wir haben lange genug abgewartet und gehofft, dass unsere Bosse uns den letzten Tarifvertrag noch zu lassen. Es reicht ihnen nicht der kleine Finger, sondern sie wollen jetzt die ganz Hand, faktisch alles. Gibt es eigentlich noch so was wie soziale Verantwortung in der Beck'sche. Und unsere Ober Bosse in München schauen zu, wie man uns auspresst wie eine Zitrone!

    AntwortenLöschen
  4. Was habend wir den bis jetzt abgegeben?
    Nichts. Seit über einem Jahr wurde verhandelt und immer wollte unser Rudi mehr. Hätte er bloß der BV mit dem Betriebsrat zur 37h/Woche zugestimmt.
    So und jetzt haben wir wieder den Salat. Ich hätte damit gut leben können und hätte, weil ich gut bin an der Maschine, keine Angst das ich gekündigt werden kann. Jetzt kann alles passieren.

    Danke Herr Kleiber.

    AntwortenLöschen
  5. Bravo! Endlich ein Lebenszeichen von der Belegschaft (Buchbinderei)!
    Und was ist mit dem Rest (Drucker u.a.)? Habt ihr Euch in Eurem Elend schon eingerichtet?
    Oder lebt da auch noch irgendwas? Dann zeigt es!!!

    AntwortenLöschen
  6. Ist es möglich, dass wir uns in der Druckerei dem Streik bei den Buchbindern anschließen?

    AntwortenLöschen
  7. Es mag gute Gründe für euren Streik geben und vielleicht erreicht ihr auch etwas... Aber ich befürchte, dasss es so kommt wie in den meisten Druckereien, die ich kenne: Werkverträge,Haustarife, Leiharbeit und Mehrarbeit! Mein Tipp: Pokert nicht zu hoch, es steht zu viel auf dem Spiel!

    AntwortenLöschen
  8. Warum beenden wir nicht auch in der Druckerei diesen unsäglichen und erbarmungslosen Zustand ohne Tarif? Es wird immer mehr gefordert und wir verzichten und leisten Mehrarbeit. Respekt den Buchbindern!

    AntwortenLöschen
  9. weil du gut bist an der Maschine?pahh da lach ich ja und der rest kann wohl nix oder?der wo das geschrieben hat ist echt ein Depp!und für solch einen Depp Streik ich mit!du bist ein Verräter!

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Leute, ihr schaufelt euch euer eigenes Grab! Sicher sind die Geschichten von eurem Rudi, die von einer heilen Welt erzählen, schön. Aber diese heile Welt gibt es in der Druck- und Medienbranche nicht mehr.
    Hat sich von euch schon mal einer auf dem Arbeitsmarkt umgesehen? Nach Leistungsgerechter Bezahlung sucht ihr vergeblich. Urlaubsgeld? Weihnachtsgeld? Zusätzliche Sozialleistungen? 30 Tage Urlaub? Ihr werdet ziemlich hart auf dem Boden der Realität aufschlagen!!
    Wacht endlich mal auf und hört auf von Rudis Märchen zu träumen. Der lässt euch ins offene Messer laufen. Der hat nichts zu verlieren. Ihr schon!! Lasst diese Gier und gebt euch zufrieden mit dem was ihr habt. Wo anders gibt es auch nicht mehr!!

    AntwortenLöschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.