Donnerstag, 2. Juni 2016

Warnstreik geht weiter!


Druckereileitung verweigert Tarifgespräche!

In der heutigen Streikversammlung erreichte die Beschäftigten die Nachricht der Nördlinger Druckereileitung, dass die Geschäftsleitung sich weigert, mit ver.di die Tarifgespräche aufzunehmen. Stattdessen favorisiert die Druckereileitung Gespräche mit den Beschäftigten.

Was soll das bringen, war die einhellige Reaktion der streikenden Kolleginnen und Kollegen. Was sollen Gespräche, wenn uns Tarifverträge verweigert werden, wenn letztendlich die Konsequenz dann Zusatz- bzw. neue Einzelarbeitsverträge sind. Im Übrigen laufen diese Gespräche der Geschäfts- und Bereichsleitung schon seit Wochen und herausgekommen ist, dass uns die Geschäftsleitung zum Dank dafür, auch noch den letzten Tarifvertrag am Druckstandort Nördlingen gekündigt hat, so der Tenor der Streikenden.


In einem Artikel der Rieser Nachrichten vom 11. Mai 2016 äußerte sich der Druckereileiter Dr. Kranert noch ganz anders bzw. wie folgt: „Natürlich bestehe seinerseits weiterhin Gesprächsbereitschaft mit der Gewerkschaft“.
 
 
Resolution der Streikenden an die Nördlinger Druckereileitung!
Als Antwort auf die Verweigerungshaltung der Geschäftsleitung, verfassten die streikenden Beschäftigten folgende Resolution, die alle Teilnehmer unterzeichnet haben.

Im Wortlaut lautet diese:
 
Sehr geehrter Herr Dr. Kranert, sehr geehrter Herr Zoller,
wir, die Beschäftigten der Buchbinderei und des Versands, fordern Sie auf, mit ver.di unverzüglich in Tarifverhandlungen einzutreten. Grundlage dieser Verhandlungen sind die übergebenen Vereinbarungen, die Sie Ende Februar 2016 von Herrn Kleiber auf der Betriebsversammlung überreicht bekommen haben. Geben Sie bitte Herrn Kleiber bis Freitag, 3. Juni 2016 bis 10 Uhr Bescheid! Wir wollen Tarifverträge und keine Einzel- oder Zusatzverträge!
Unterzeichnet wurde die Resolution von allen Streikenden.



Streikverlängerung bis Freitag, 3. Juni 2016
Aufgrund dieser Verweigerungs-  und Blockadehaltung der Geschäftsleitung, votierten die streikenden Kolleginnen und Kollegen für eine Verlängerung des Warnstreiks bis Freitag, 3. Juni, 5.00 Uhr. Dieses Verhalten  des Arbeitsgebers lässt jegliche Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten vermissen, ist in keinster Weise für eine leistungsorientierte Belegschaft vertret- und nachvollziehbar.
 


„Wiedemann“ Tarifvertragsgesetz:

Es ist unstreitig, dass eine tariffähige Arbeitnehmervereinigung (Gewerkschaft) stets vorliegt, wenn diese den Abschluss von Tarifverträgen kampfweise erzwingen will und hierzu aufgrund ihrer Organisationsstärke auch in der Lage ist.

Ist ein Tarifvertrag wirksam gekündigt (beendet durch OT-Mitgliedschaft des Arbeitgebers), so ist ein Arbeitskampf für einen neuen Tarifvertrag (eventuell auch mit dem gleichen Inhalt) zulässig.

Nur Zusammenhalt und Geschlossenheit
sichern Tarifverträge!
 
 

Kommentare:

  1. Wenn unsere GL jegliche Tarifgespräche blockiert und verweigert und "bockig ist wie ein kleines Kind", darf sie sich nicht wundern, dass wir streiken. Es liegt allein an unserer GL, wie wir uns verhalten!

    AntwortenLöschen
  2. Ich find es klasse das Menschen kämpfen.

    AntwortenLöschen
  3. Nur weiter so,zusammen seit ihr stark!

    AntwortenLöschen
  4. Na also, es klappt doch mit unserem Zusammenhalt in der Bubi. Freu mich total mit uns allen!

    AntwortenLöschen
  5. Lasst euch nicht beirren und haltet zusammen. Vielleicht stoßen wir Drucker auch bald zu euch. Ihr habt uns ja 2013 auch unterstütz und mitgestreikt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielleicht???????????????????

      Löschen
    2. Er oder sie meinte bestimmt wenn es von Verdi sanktioniert wird

      Löschen
  6. Auch im Beck Verlag wachsen die Bäume und auch die Träume nicht in den Himmel!Fakt ist, dass im Druck- und Printbereich in Deutschland kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Die Alternativen heißen Verlagerung ins Ausland oder erhebliche Abstriche bei den Arbeits- und Lohnkosten. Das ist leider alternativlos!Das wird auch in eurem Verlag nicht anders sein.

    AntwortenLöschen
  7. Ich befürchte , ihr werdet wie überall im Druckgewerbe nicht ohne Einbußen und / oder Mehrarbeit auskommen. Streik hin oder her, grundsätzlich ändert auch ein Streik nicht die schlechten Rahmenbedingungen im Druck!

    AntwortenLöschen
  8. Tolle Idee...auf auf ins Verderben...
    Euch ist doch hoffentlich klar was mit den aktuellen Aufträgen passier? Die produziert dann eben ein Anderer. Und vielleicht kommt dann auch der "Aha-Effekt" und man stellt fest, dass wir so sogar GÜNSTIGER und TERMINGERECHT seine Produkte ins Ziel bekommt...
    Wenn der Schuß mal nicht nach hinten losgeht.

    AntwortenLöschen
  9. Kann es sein, dass dieser "Schreiber der Kommentare" die ein und die selbe Person ist... grins; danke für den Besuch auf dem Blog.
    Komm mal zu uns in die Bubi, arbeite bei uns mit, auch zu unserem Lohn und dann unterhalten wir uns mal...

    AntwortenLöschen
  10. Dann soll der Beck mal seine gesamte Produktion ins Ausland verlagern. Ich wünsche ihm in Sachen Qualität und Termintreue viel Spaß!
    Koch- und Kinderbücher in China drucken ist eine Sache; aber hochwertige Fachliteratur, bei der es auch darauf ankommt schneller als die Konkurrenz auf dem Markt zu sein, ist eine ganz andere...

    AntwortenLöschen
  11. Also: mit so einem Streik wird alles noch schlimmer, so der Tenor mancher Kommentare (von Führungskräftle?!)
    Einer meint, wir kriegen dann:
    Werkverträge,Haustarife, Leiharbeit und Mehrarbeit.
    Also bis auf die Haustarife haben wir das alles schon - und die hätten wir gerne noch dazu!

    AntwortenLöschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.