Freitag, 11. Dezember 2015

3. Tarifverhandlung für Buchbinderei und Versand!


 
Geschäftsleitung will gekündigten Überleitungstarifvertrag „1:1“ wieder in Kraft setzen…?

Gleich zu Beginn der 3. Verhandlungsrunde machte die Geschäftsleitung deutlich, dass man wegen der hervorragenden Führung der Buchbinderei und der Druckerei die Situation der Buchbinderei und damit auch der Druckerei meistern könne. Alle Probleme, alle Belange will man angehen und meistern!

Deshalb könne die 35-Stunden-Woche beibehalten werden. Es sei derzeit nicht notwendig, die Arbeitszeit um 3 Stunden pro Woche unbezahlt zu verlängern und deshalb sei die GL bereit, den gekündigten Überleitungstarifvertrag „1:1“ wieder in Kraft setzen. Die Vertreter der Arbeitnehmerseite waren sichtlich erfreut, als sie die bereits von der GL unterschriebene Vereinbarung überreicht bekamen.

Was bedeutet „1:1“ Wiederinkraftsetzung des alten Tarifvertrages faktisch?

Nach Erhalt der unterschriebenen Vereinbarung musste die Arbeitnehmerseite allerdings feststellen, dass trotz Zusage der GL den Tarifvertrag „1:1“ wieder in Kraft zu setzen, folgende Veränderungen vorgenommen wurden:

  • Entgegen der bisherigen tariflichen Regelung soll künftig nicht ver.di, sondern der Betriebsrat die Arbeitszeit unbezahlt verlängern können.
  • Der Ausschluss betriebsdedingter Kündigungen soll bei einer Wiederinkraftsetzung bzw. Neuabschluss des Überleitungstarifvertrages nicht mehr gelten.
  • Entgegen der bisherigen Regelung soll der Überleitungstarifvertrag jederzeit mit 6-monatiger Kündigungsfrist gekündigt werden können (bisher 6 Monate zum Ende eines Kalenderjahres). Damit wäre der zum 01.01.2016 geschlossene Tarifvertrag faktisch sofort wieder kündbar!
Ein Maßnahmenkatalog der GL und Bereichsleitung soll folgen, so Dr. Kranert. Auf Nachfrage wie dieser aussehen soll, wurde eine Antwort verweigert!

Wichtige Zukunftsthemen, die für die Beschäftigten wichtig sind, bleiben nach dem Willen der  GL ausgeklammert:

- Facharbeit und Facharbeiterschutz

- Regelungen zur Maschinenbesetzung und Eingruppierungen

- Ausgliederungen und Werkverträge

Tarifvertrag zur Altersteilzeit - Arbeiten bis 63 plus X, 65, 66 oder 67 Jahren ist für die GL kein Thema!

Trotz steigender Anforderungen und zunehmender Belastungen, sowie Schicht- und Nachtarbeit, lehnt die GL tarifliche Regelungen für ältere Beschäftigte ab! Die Forderung nach einem Tarifvertrag zur Altersteilzeit ist deshalb nicht abgehakt. Entscheiden werden dies die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Abteilungsversammlung Buchbinderei und Versand

Montag, 14. Dezember 2015, 12.30 Uhr

In dieser Abteilungsversammlung gibt es dann ausführliche Informationen zur 3. Verhandlungsrunde und zu dem mit fragwürdigen Behauptungen und Halbwahrheiten gespickten „C.H. Beck Intern Info“ der Geschäftsleitung vom 11. Dezember 2015!
 
 
 
 

Dienstag, 8. Dezember 2015

3. Verhandlungsrunde für Buchbinderei und Versand am 11. Dezember 2015


 
Geschäftsleitung hat zugesagt eigenen Tarifentwurf vorzulegen!

In der letzten Verhandlungsrunde hat die Arbeitgeberseite zugesagt, zu den beiden von ver.di vorgelegten Tarifverträgen Stellung zu nehmen bzw. eigene schriftliche Entwürfe vorzulegen.

Man darf gespannt sein, wie die Vorstellungen der Geschäftsleitung zu den Tarifforderungen sind:

Tarifvertrag zur Altersteilzeit

Ø  Auch die letzte Umfrage bei den Beschäftigten der Druckerei machte deutlich, dass die zunehmende Belastungen und das steigende Renteneintrittsalter nicht einfach ignoriert werden können.

Firmentarifvertrag (Ablöse für Überleitungstarifvertrag)

Ø  Absicherung der übertariflichen Zulagen (für Alt-Beschäftigte anlässlich des Tarifwechsels 2008)

Ø  Einheitliche Zuschläge für alle Beschäftigten

Ø  Regelung der Facharbeiten und Maschinenbesetzungen

Ø  Eingruppierungsbeispiele (entsprechend bisheriger Tätigkeiten)

Ø  Regelungen zur Leiharbeit und Werkverträgen mit Beschäftigungssicherung

 
Für die GL ging es bisher in erster Linie nur um eine unbezahlte Verlängerung der Arbeitszeit (38 Stunden-Woche), nicht aber um die Zukunftsthemen eines neuen Tarifvertrages.
 
 
 
 

Freitag, 4. Dezember 2015

Jahresleistung, Jahressonderzahlung, Weihnachtsgeld ist fällig…


 
Das Weihnachtsgeld bringt nicht der Weihnachtsmann.

Das bringen die ver.di-Mitglieder im Betrieb.

Die Tarifverträge in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und in der in Druckindustrie regeln, dass die Beschäftigten 95% eines monatlichen Tariflohnes bzw. Tarifgehalts als Jahressonderzahlung/Jahresleistung bekommen.

Sei auch Du dabei, um diese tarifliche Leistungen und Errungenschaft zu erhalten und zu sichern!

Tarifverbesserungen fallen nicht vom Himmel!

 


Tarife nützen – Tarife schützen. Darum einen Cent vom Euro für …

 

Den Erhalt und Ausbau von tariflichen Leistungen!

Kostenlosen Rechtsschutz vor Arbeits- und Sozialgerichten!
Unterstützung bei Streiks und Unfällen in der Freizeit!

Kompetente Ansprechpartner/innen bei Problemen rund um das Arbeitsleben: zum Beispiel Arbeits- und Ausbildungsvertrag, Tarife, Betriebsratswahlen, Arbeitszeugnis, Mobbing, Abmahnungen, geringfügige Beschäftigung, Hartz IV, Arbeitslosengeld …
 
 
 
 
 

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Streikwelle bei Amazon geht weiter!



Weihnachtsgeschäft nur mit Tarifvertrag!
Die Streikwelle der Amazon-Beschäftigten hält weiter an, und auch am Standort in Graben bei Augsburg wird weiter gestreikt. Am Donnerstag, den 03.12., werden die Beschäftigten mit der Frühschicht ab 6.00 Uhr erneut zum Streik aufgerufen. Sie kämpfen seit nun mehr vier Jahren für bessere Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Tarifverträge.

 „Wer seinen Beschäftigten existenzsichernde Tarifverträge vorenthält, muss damit rechnen, dass es auch zu Streiks im Weihnachtsgeschäft kommt. Es ist ein Skandal, dass Amazon das Recht der Beschäftigten auf existenzsichernde und garantierte Arbeitsbedingungen missachtet. Wenn Amazon behauptet, man respektiere seine Mitarbeiter, ist das angesichts der Arbeitsbedingungen, vor allem zu Weihnachten, Heuchelei“, erklärte Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben.


 „Solange der Versandhändler sich weigert über existenzsichernde Arbeitsbedingungen zu verhandeln, wird es in diesem Jahr zu flexiblen, auch kurzfristig angesetzten, Streiks kommen, auf die sich das Unternehmen schlechter einstellen kann. Dabei ist schon beeindruckend, wie engagiert und mutig die Beschäftigten kämpfen. Sie lassen sich auch von Versprechungen nicht ködern und von Drohungen nicht beeindrucken. Sie kämpfen für ihre Arbeit, sie kämpfen aber auch für einen nachhaltigen Einzelhandel, der nicht durch kurzfristige Konzerninteressen bestimmt wird, welche weder Rücksicht auf die Beschäftigten, ihre Familien oder ihre Zukunft, nehmen“, erklärt Hubert Thiermeyer, ver.di Fachbereichsleiter für den Handel in Bayern.

 Die Streikenden werden sich um 7.15 Uhr zu einer Streikkundgebung vor dem Tor versammeln.
Wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft der hat schon verloren!
 
 

Montag, 30. November 2015

Streikwelle bei Amazon erfasst auch Graben bei Augsburg!


 
Weihnachtsgeschäft nur mit Tarifvertrag!

Graben bei Augsburg, 30.11.2015.

Die Streikwelle der Amazon-Beschäftigten in Leipzig, Bad Hersfeld, Koblenz, Rheinberg und Werne erfasst nun auch die Aktiven bei Amazon in Graben bei Augsburg. Dort werden die Beschäftigten mit der Frühschicht ab 6.00 Uhr und die Spätschicht zum Streik aufgerufen. Sie kämpfen seit nun mehr vier Jahren für bessere Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Tarifverträge.

„Wer seinen Beschäftigten existenzsichernde Tarifverträge vorenthält, muss damit
rechnen, dass es auch zu Streiks im Weihnachtsgeschäft kommt. Es ist ein Skandal,
dass Amazon das Recht der Beschäftigten auf existenzsichernde und garantierte
Arbeitsbedingungen missachtet. Wenn Amazon behauptet, man respektiere seine
Mitarbeiter, ist das angesichts der Arbeitsbedingungen, vor allem zu Weihnachten,
Heuchelei“, erklärte Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben.

„Solange der Versandhändler sich weigert über existenzsichernde Arbeitsbedingungen
zu verhandeln, wird es in diesem Jahr zu flexiblen, auch kurzfristig angesetzten,
Streiks kommen, auf die sich das Unternehmen schlechter einstellen kann. Dabei ist
schon beeindruckend wie engagiert und mutig die Beschäftigten kämpfen.

Sie lassen sich auch von Versprechungen nicht ködern und von Drohungen nicht beeindrucken. Sie kämpfen für ihre Arbeit, sie kämpfen aber auch für einen nachhaltigen
Einzelhandel, der nicht durch kurzfristige Konzerninteressen bestimmt wird, welche
weder Rücksicht auf die Beschäftigten, ihre Familien oder ihre Zukunft, nehmen“,
erklärt Hubert Thiermeyer, ver.di Fachbereichsleiter für den Handel in Bayern.


Wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft, hat schon verloren!
 
 
 
 

Sonntag, 22. November 2015

Ist die Geschäftsleitung wirklich an einer tarifvertraglichen Lösung interessiert?

17.12.2012 vor dem Beck Verlag in München, mit anschl. Besuch
des Tollwood. Wiederholung nicht ausgeschlossen!
 
Zweite Verhandlungsrunde nach gut 4 Stunden ohne neuen Tarifvertrag beendet!

Die Mitglieder der ver.di-Verhandlungskommission und ver.di-Sekretär Rudi Kleiber informierten die Kolleginnen und Kollegen der Buchbinderei und des Versands in der Info-Versammlung am 21.11.2015 über die mit Spannung erwartete Präsentation des wirtschaftlichen Gutachtens der Druckerei und die 2. Verhandlungsrunde vom 20.11.2015.

Betriebsrat, die Mitglieder der ver.di-Verhandlungskommission und auch die Geschäftsleitung bewerteten das durch die Sachverständige erarbeitete 50 seitige Gutachten als sehr gut und nachvollziehbar. Die Druckerei insgesamt schreibt nach wie vor schwarze Zahlen. Bezogen auf die einzelnen Bereiche sieht dies jedoch sehr unterschiedlich aus. Die Arbeitnehmervertreter machten der GL den Vorschlag, die Beschäftigten über die wichtigsten Kernaussagen (10 Folien) zu informieren. Diese vorgeschlagene Information an die Beschäftigten wurde so von der GL abgelehnt. Übriggeblieben bzw. freigegeben hat die GL 1 ½ Folien mit Berechnungen zur unbezahlten Verlängerung der Arbeitszeit um 3 Stunden in der Woche, sowie Umsatzzahlen und die Betriebsergebnisse (nach Abzug der Umlagen) der Buchbinderei. Die Mitglieder der Verhandlungskommission brachten ihre Enttäuschung über diese Entscheidung der GL, die Information an die Beschäftigten so einzuschränken, deutlich zum Ausdruck! Übrigens gibt es diese Informationen teilweise auch in den Geschäftsberichten der GL auf den Betriebsversammlungen.

Taktische Spielchen oder ernsthafte Verhandlungsbereitschaft?
In der 2. Verhandlungsrunde ist es der Arbeitnehmerseite erst nach mehrmaliger Aufforderung gelungen, die Arbeitgeberseite dazu zu bringen, dass sie sich endlich bereit erklärt, inhaltlich in die Verhandlungen bzw. die vorgelegten Tarifentwürfe einzusteigen. Anhand des von ver.di vor 12 Wochen überreichten Tarifvertrages wurden dann erstmals die einzelnen Themen wie u. a.: Zuschläge, Leiharbeit und Werkverträge, Maschinenbesetzungen und das Thema der künftigen Eingruppierungen diskutiert, teilweise sehr kontrovers.

Die Arbeitgeberseite hat sich dann bereit erklärt, der ver.di-Verhandlungskommission in der nächsten Verhandlungsrunde (KW 50) einen aus Ihrer Sicht überarbeiteten Tarifvertragsentwurf in der vorzulegen. Alleine den 7 Jahre alten Überleitungstarifvertrag wieder in Kraft zu setzen und eine unbezahlte Arbeitszeit von 38 Stunden in der Woche zu vereinbaren, reichen nicht aus, um die aktuellen Fragen dieser Zeit zu lösen.  Wir bzw. die Beschäftigten erwarten Antworten u. a. auf folgende Themen: Eingruppierung, Regelung zum Facharbeiterstatus, Maschinenbesetzung. Dies auch die klare Botschaft auf der Infoversammlung!

Geschäftsleitung lehnt Altersteilzeittarifvertrag aus Kostengründen ab!
Immer häufiger müssen wir feststellen, dass Beschäftigte immer weniger gesund in die Regelrente ohne Anschläge gehen können. Steigende Anforderungen und zunehmende Belastungen, sowie Schicht- und Nachtarbeit sind eine der Hauptursachen. Aus Kostengründen, so GL, kann man sich eine Altersteilzeitregelung nicht mehr vorstellen. Das Argument der Kosten ist keine Lösung für Alter und die zunehmende Belastung.

Wie lange sind Tarifverhandlungen ohne begleitende Warnstreiks noch möglich?
Die Kolleginnen und Kollegen in der ver.di-Versammlung waren sich darüber einig, dass materielle Verschlechterungen nicht in Frage kommen und aktuelle Themen, die es in 2008 so noch nicht gab, einer tarifvertraglichen Lösung bedürfen.
Das Thema unbezahlte Verlängerung der Arbeitszeit kann nur in Zusammenhang mit dem von ver.di geforderten Tarifvertrag zur Altersteilzeit und einem neuen Firmentarifvertrag (Ablöse alter Überleitungstarifvertrag) stehen.

Mehr als 21 Wochen nach der Kündigung des Überleitungstarifvertrages war die GL bisher nicht in der Lage (oder wollte auch gar nicht), inhaltliche Vorschläge zu unterbreiten. Es sei denn die unbezahlte Verlängerung der Arbeitszeit um 3 Stunden pro Woche.

Die Kolleginnen und Kollegen sind sich darüber auch einig, dass jetzt dann bald der Geduldsfaden reißt und deshalb Warnstreiks gerade auch in der Vorweihnachtszeit nicht mehr ausgeschlossen werden.

Alles Dinge, was man für die eine oder andere Situation braucht!


Donnerstag, 19. November 2015

Präsentation des wirtschaftlichen Gutachtens und dritte Verhandlungsrunde für Buchbinderei und Versand!


 
An alle
ver.di-Mitglieder
und interessierte Kolleginnen und Kollegen
der Abteilungen Buchbinderei und Versand
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Es gibt aktuellen Informationsbedarf!
 
Am Montag, 16.11. war die Präsentation des Gutachtens und am Freitag, 20.11.2015 findet die 3. Tarifverhandlung mit der Geschäftsleitung statt.

Wie geht es weiter?

Wir wollen Euch ganz aktuell informieren und laden deshalb zu einer

I n f o r m a t i o n s v e r a n s t a l t u n g

mit Weißwurstfrühstück

am Samstag, 21. November 2015 – 9.30 Uhr
 
Gasthaus Goldener Schlüssel, Augsburger Str. 24, Nördlingen
 
recht herzlich ein.

 
Rudi Kleiber
ver.di Augsburg
Fachbereich Medien, Kunst und Industrie

 
 

Freitag, 6. November 2015

C.H. Beck - ver.di aktuell



Arbeiten bis 63 plus X, 65, 66 oder 67 Jahren?

Permanent steigende Anforderungen und zunehmende Belastungen, sowie Schicht- und Nachtarbeit führen immer öfter dazu, dass Beschäftigte immer weniger gesund in die Regelaltersrente ohne Abschläge gehen können.

Ist eine Altersteilzeitregelung eine Alternative?

Das Einkommen entsprechend der gesetzlichen Altersteilzeit beträgt rund 70 % des letzten Regeleinkommens (Nettoentgelt). Diese gesetzliche Regelung wird allerdings aus zwei Gründen kaum mehr in Anspruch genommen:
Es besteht für die Beschäftigten kein Rechtsanspruch und die Höhe des Altersteilzeiteinkommens ist zu niedrig.

Alternative: Tarifvertrag zur Altersteilzeit!

Tariflich ist es möglich, abweichend von der gesetzlichen Regelung, andere bzw. bessere Bedingungen zu vereinbaren. Die Forderung nach einem Tarifvertrag zur Altersteilzeit steht auch aktuell bei den Tarifverhandlungen Buchbinderei/Versand an. Rund 30% der Beschäftigten sind über 55 Jahre alt. Belastungen durch Schicht- und Nachtarbeit sind hier der Normalzustand; der Krankenstand ist regelmäßig überdurchschnittlich hoch. Daran wird sich durch die Verteilung von Gratisäpfeln kaum was verbessern lassen.

Tarifliche Regelungen zur Altersteilzeit auch für Druckerei, Setzerei, …?

Insgesamt sind ca. 140 Beschäftigte des Druckstandortes in Nördlingen über 50 Jahre alt. Schicht- und Nachtarbeit, körperlich häufig sehr schwerer Arbeit, insbesondere für Frauen, zunehmender Leistungsdruck und erhöhte Anforderungen sind auch hier Alltag. Wie will eine Geschäftsleitung mit so einem hohen Altersanteil umgehen?

Eure Meinung ist gefragt: Soll ver.di auch für die Beschäftigten der Druckerei einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit fordern?

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Bitte ausfüllen und in die Briefkästen des BR (Alt- und Neubau), bei Betriebsräten oder ver.di bis spätestens 18.11.15 abgeben!

Ich bin beschäftigt in der Abteilung: __________________________

Ich arbeite in:  Normalarbeitszeit:  0    2-Schicht-Betrieb:  0   2+3 Schicht-Betrieb:    0

Mein Alter: bis 40 Jahre: 0   bis 50 Jahre: 0   bis 55 Jahre: 0   über 55 Jahre: 0 

Ich bin interessiert an einem Tarifvertrag zur Altersteilzeit:  Ja   0      Nein   0  

Ich bin bereit, mich für eine tarifliche Altersteilzeitregelung einzusetzen, meine Kolleginnen und Kollegen in deren Bemühen zu unterstützen und nötigenfalls auch dafür in den Streik zu treten:

Ja   0           Nein   0    
 
 
 
 
     

Samstag, 31. Oktober 2015

Schließung Kathrein in Nördlingen!

IG Metall fordert Verantwortung und Perspektiven von Kathrein!

Die IG Metall Augsburg ist schockiert über die in der letzten Woche angekündigte Schließung des Betriebes von Kathrein in Nördlingen. Gefordert wird eine Perspektive für die Betroffenen.

"Wir sind schockiert über die geplante Betriebsschließung des Nördlinger Standorts durch Kathrein", so Michael Leppek, Geschäftsführer der IG Metall Augsburg. "Wir fordern von Kathrein Perspektiven für die Betroffenen." Zuerst einmal müsse geprüft werden, ob es keine Möglichkeit der Fortführung des Betriebes in Nördlingen gebe. Hier müssten alle Akteure, auch die Politik und die Wirtschaftsförderung, an einen Tisch.


Leppek kritisiert auch die fehlende Information der Betroffenen und den Hinweis von Kathrein auf die offensichtliche Alternativlosigkeit der Schließung. "Wenn Beschäftigte aus dem Radio von der Schließung erfahren und offensichtlich nicht einmal der Versuch von Kathrein unternommen wird, den Standort zu erhalten, dann sei das erbärmlich und verantwortungslos gegenüber den Hunderten von Beschäftigten.


Leider gibt es bei Kathrein in Nördlingen weder einen Betriebsrat noch einen Tarifvertrag. "Es herrschte ein Klima der Angst, wenn es um die Gründung eines Betriebsrates ging", so Leppek. Deshalb gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt leider keinen Betriebsrat und damit auch keinen Anspruch auf Verhandlungen über einen Sozialplan, der Abfindungen enthält. Die IG Metall Augsburg fordert, dass Kathrein Verantwortung übernimmt, Alternativen prüft und sich einer Diskussion stellt.


Die IG Metall Augsburg fordert von den Menschen und den politisch Verantwortlichen aus dem Vorgehen von Kathrein zu lernen: " Es zeigt sich, dass ein Verzicht auf Mitbestimmung und Tarifvertrag keine Arbeitsplätze rettet“ so Leppek. Gerade die betriebliche Mitbestimmung hilft nach Meinung der IG Metall, Krisen frühzeitig zu erkennen und diesen gegenzusteuern. Auch gibt es nur mit Betriebsrat überhaupt einen Anspruch auf Verhandlungen auf Abfindung, in Verbindung mit einer Transfergesellschaft.

Die IG Metall fordert für die Region eine breit getragene Positionierung aller Beteiligten "Besser mit Betriebsrat und Tarif". Diese hilft, solche dramatischen Situationen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.


Pressemitteilung der IG Metall Augsburg vom 26.10.2015
 
Besser mit Betriebsrat und Tarif!
 
 

Mittwoch, 28. Oktober 2015



Sprechstunde des Betriebsrats für Buchbinderei und Versand!

Trotz Einschüchterungsversuchen - Kolleginnen und Kollegen stehen hinter ihrer Arbeitnehmervertretung!


Der Betriebsrat hatte auf Wunsch die Beschäftigten der Buchbinderei und des Versands zu einer Sprechstunde eingeladen. Einziges Thema waren die derzeit laufenden Tarifverhandlungen, besser gesagt die derzeit von der Geschäfts-leitung blockierten Tarifverhandlungen.

Ver.di Sekretär Rudi Kleiber stellte sich den Fragen der Beschäftigten. 
Themen waren u. a.:

Was ist mit dem in Auftrag gegebenen Gutachten?
Aktuell gibt es das Problem, dass die GL das Thema Geheimhaltungspflicht so hoch ansetzt, dass so gut wie keinerlei Information an die betroffenen Beschäftigten weitergebeben werden darf. Wenn Beschäftigte auf Verlangen der GL unbezahlte Mehrarbeit leisten sollen, müssen diese auch Infos über die wirtschaftliche Situation erhalten. Die Androhung von Vertragsstrafen und Schadens-ersatzforderungen sind allerdings kein Lösungsweg. Ver.di Sekretär Rudi Kleiber versucht hier eine Lösung mit der GL zu finden.

Was passiert ab 01.01.2016 – Anerkennungstarifvertrag – OT-Mitgliedschaft?
Der Anerkennungstarifvertrag (alle Tarife für die Papierverarbeitung) gilt auch ab 01.01.2016 zwingend weiter. Dieser Tarifvertrag wurde von der GL nicht gekündigt. Zusatzverträge, ähnlich wie in der Druckerei, sind so in Bubi/Versand am 01.01.2016 nicht möglich. Durch den unterschriebenen Anerkennungs-tarifvertrag mit ver.di ist die OT-Mitgliedschaft derzeit kein Problem für die Beschäftigten.

Einzelvertrag und Kündigungen?
Führungskräfte schüren ganz offensichtlich in der Abteilung das Gerücht, dass ab 01.01.2016 Einzelverträge kommen. Wer nicht unterschreibt, muss mit einer Kündigung rechnen. Rechtlich sind solche Aussagen absoluter Quatsch. Hintergrund solcher und ähnlicher Aussagen (Schließung Kathrein, Köpfe werden rollen, usw.) ist aber wohl auch, die Beschäftigten zu verunsichern und Ängste zu schüren. Ein solches Verhalten von  Führungskräften kann nur als inakzeptabel bezeichnet werden!

Ein erfreuliches Ergebnis dieser Sprechstunde ist, dass durch eine offene Informationspolitik seitens der Arbeitnehmervertretung viel an Unsicherheit und Ängsten abgebaut werden konnte. Das einhellige Votum war dann auch ganz klar: die Mitarbeiter/Innen stehen hinter ihrer Verhandlungskommission und können die Blockadehaltung der Geschäftsleitung nicht nachvollziehen!

Die Kolleginnen und Kollegen der Buchbinderei und im Versand haben die Tarifbindung nur durch Geschlossenheit und Warnstreiks in 2013 erkämpft und verteidigt. Streik ist ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Arbeitnehmerrechten und zur Abwehr von Tarifflucht!