Samstag, 4. Juni 2016

Dr. Kranert: Der Dachstuhl (der Beck’sche) brennt…


Verfasser/Autoren: unbekannt
Der Kriminalroman "Der Dachstuhl brennt" (liegt in der Beck'sche kostenlos aus) ist bedauerlicherweise schlampig recherchiert und beinhaltet eine Anzahl Halb- und Unwahrheiten. Andererseits werden hier Fakten, wie Effektivstundenlöhne und Aussagen über hohe Verluste der Buchbinderei veröffentlicht und kommentiert, die üblicherweise der Geheimhaltung unterliegen.
Stellt sich die Frage: Kommen die Verfasser/Autoren gar selbst aus dem Führungskreis der Druckerei oder sind sie Auftraggeber dieses Kriminalromans?

Geschäftsleitung will sich endgültig von den Tarifverträgen in Nördlingen verabschieden - Die Wunderwaffe der Geschäftsleitung: „Ergänzungsverträge“

In einer Mitarbeiterversammlung am Freitag, 3. Juni ließ der Chef der Nördlinger Druckerei, Dr. Kranert die Katze aus dem Sack. Nach seinem Willen sollen Tarifverträge für die Druckerei C.H. Beck, 3 Jahre nach dem 250jährigen Firmenjubiläum, endgültig der Vergangenheit angehören!

Unsere Mitarbeiter sind gute Leute!  Wir schätzen ihre Arbeit! Wir lügen Sie nicht an!
Die Druckerei bietet sehr gute Arbeit! Unsere Mitarbeiter verdienen richtig gutes Geld!
Den Wunsch der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag lehnt Dr. Kranert jedoch ab. Dafür kommt es jetzt zu  Ergänzungsverträgen!

Wie nicht anders zu erwarten war, sucht man die Fehler bzw. den Schuldigen nicht in den eigenen Reihen, sondern muss wieder einmal die Gewerkschaft für Managementfehler und schlechtes Krisenmanagement in den eigenen Reihen herhalten.
 
Richtig ist, dass die Geschäftsleitung Vereinbarungen mit einer 37- und 38-Stunden-Woche vorgelegt hat, allerdings nicht auf Basis der gemachten Zusagen, welche gegenüber den Beschäftigten bzw. der Bubi-Arbeitsgruppe gemacht wurden.

Tarifverträge mit ver.di wird es nach der Aussage von Dr. Kranert nicht geben. Das „neue Zauberwort“ in der Beck’sche heißt jetzt Ergänzungsverträge. 2011 waren es noch Zusatzverträge. Ganz offensichtlich ist der Begriff Zusatzverträge seit 2011 das Unwort der Beck’sche.  

Die Inhalte der neuen Ergänzungsverträge sollen laut GL u. a. sein:
  • Erhöhung der Wochenarbeitszeit um 3,75 Std. pro Woche, unbezahlt
  • Reduzierung des Weihnachtsgeldes 70/60%; Urlaubsgeld 30% 
  • Im Gegenzug für die unbezahlte Arbeitszeit, das reduzierte Weihnachts- und Urlaubsgeld erhalten die Beschäftigten Lohnerhöhungen zum 01.01.2017 von 3%, und jeweils zum 01.07.2018 und 2019 von 2%.
  • Arbeitsplatzsicherung bis Ende 2018
  • Einige Werkvertrags-Aggregate können wieder zurückgeholt werden

Dabei ergeben sich u. a. folgende Fragen:
  • Wie erfolgt die Verteilung der 3,75 Stunden Mehrarbeit in der Woche?
  • Wie hoch sind die Verzichte beim Weihnachts- und Urlaubsgeld?
  • Wie sieht die Arbeitsplatzsicherung bis Ende 2018 konkret aus?
  • Wie lange ist die Laufzeit der Ergänzungsverträge bzw. der Verzichte?
  • Welche Aggregate per Werkvertrag kommen zurück? Zu welchem Zeitpunkt?
  • Wie sieht die konkrete Zusage der Rückführung der Werkverträge aus?
  • Bleiben die Stundenlöhne gleich oder werden diese aufgrund der Arbeitszeiterhöhung reduziert?
Offene Fragen, die die GL in der nächsten Woche, in den Gruppengesprächen sicherlich zur Zufriedenheit aller beantworten wird und in den Ergänzungsverträgen berücksichtigt werden.

In 2011 hat die damalige Geschäftsleitung trotz massivem Druck (Arbeitsplatzverlust) auf die Beschäftigten und Versprechungen, die wichtigsten Versprechungen sind bis heute noch nicht erfüllt, ihre vorgegebene Zustimmungsquote nicht erreicht bzw. wurde das veröffentlichte Zustimmungsergebnis der Geschäftsleitung zu den Zusatzverträgen vom Arbeitsgericht Augsburg und auch vom Landesarbeitsgericht München für nicht rechtens erklärt.

Vergleichbare Situation wie in 2011 - Druck auf Beschäftigte wird verstärkt!
Der Druck auf die Beschäftigten wird seitens der Führungskräfte, insbesondere durch Bereichs- und Personalleitung massiv verstärkt. Abgruppierungen, massive Einkommensverluste und Ängste um den Arbeitsplatz sind ein Mittel, welches in solchen Situationen in der Beck’sche gerne eingesetzt wird, so Rudi Kleiber.

Der Druckereileiter und ehem. Bertelsmann Manger Dr. Kranert weiß sehr wohl, dass sich Beschäftigte ohne sichere Tarifverträge wesentlich besser „lenken und dirigieren lassen“ als unter dem Schutz von Tarifverträgen!

ver.di-Beck Blog aktuell:
Geschäftsleitung trägt Tarifkonflikt mit Brief in die Familien!
Ausführliche Richtig- und Klarstellung folgt.

Bitte Termin vormerken:
10. Juni 2016, 17.15 Uhr
Info-Versammlung: Ergänzungsverträge 
Einladung folgt!

Euere Blog Redaktion



 
 

Kommentare:

  1. Denkt daran,Herr Kranert und seine Führungskräfte können hier auch was schreiben !

    AntwortenLöschen
  2. ja klar kann er das und seine Führungskräfte auch. Ich denke die tun das bereits und schreiben feste Kommentare.
    Aber von Führungskräften sollte man doch eigentlich erwarten können, dass sie sich einer Diskussion vor den Beschäftigten bzw auf einer Betriebsversammlung stellen.

    AntwortenLöschen
  3. Anscheinend hat unser Chef vergessen, dass Verdi auf der Betriebsversammlung eine Vereinbarung mit 2 Std. Mehrarbeit und unbezahlt übergeben hat. Dieses Papier war mit den Punkten formuliert, wie wir es in der Bubi Arbeitsgruppe besprochen haben. So war unser Auftrag an ver.di.
    Die Verträge liegen doch noch so bei der GL?? oder?

    AntwortenLöschen
  4. Passt nächste Woche für eure Gruppengespräche wegen eurer Zusatzverträge gut auf. Macht keine eigenen Vorschläge für Verzichte, sonst seid ihr es die Verzichte fordern und nicht unsere GL. Hört zu und lasst euch nicht gegeneinander aufhetzen. Zusagen und Versprechungen von Pflaum und den Personaldamen lasst euch schriftlich geben. Wir warten seit 2012 auf unseren versprochenen Neu- und Erweiterungsbau gerade für uns Drucker im Werk II. Deshalb haben viel von uns in 2011 unterschrieben. Gehalten wurde von den Versprechungen nichts.
    Ein Betroffener aus 2011

    AntwortenLöschen
  5. Da brennt weder der Dachstuhl, noch sonst etwas. Die machen euch jetzt so lange Angst, bis die ersten umfallen und die anderen nachziehen. Eure Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren ist deren Werkzeug.
    Die Versprechungen, die sie euch machen, sind nicht das Papier wert,auf dem sie geschrieben stehen.
    Sie wollen euch mit Versprechungen in die Falle locken.
    Habt ihr dann erst unterschrieben, seid ihr unwiederbringlich ausgeliefert.
    Ich hoffe ihr habt aus den Erfahrungen der Drucker gelernt.
    Es wird jetzt so lange Druck auf die schwächeren ausgeübt, bis diese Einknicken. Helft auch den nicht so starken, diese schwere Zeit zu überstehen. Haltet zusammen!!!
    Ebenfalls ein Betroffener aus 2011

    AntwortenLöschen
  6. Danke für eure Ratschläge und Tipps, die können wir gut gebrauchen. Du wollen uns mit allen Mitteln fertig machen!

    AntwortenLöschen
  7. Die Angst, dass wir ohne Kompromisse den Arbeitplatz verlieren ist leider real!Mir jedenfalls ist der Arbeitsplatz lieber als die Schließung!

    AntwortenLöschen
  8. Mir jedenfalls ist der Arbeitsplatz lieber als die Schließung!

    AntwortenLöschen
  9. Das ist ja interessant. Zu mir hat von Betriebsschließung noch niemand was gesagt.
    Wer hat euch denn gesagt, dass uns eine Betriebsschließung droht? Kranert, Zoller, Pflaum oder eine der Damen vom Personal? Nennt doch mal Ross und Reiter, würde mich und bestimmt uns alle interessieren.

    AntwortenLöschen
  10. der Dachstuhl brennt...das ich nicht lache!Wahrscheinlich hat unser Maulwurf von der Bubi (Assistentin von Herrn pflaum)noch geholfen diesen kack zu schreiben. Zutrauen würd ich's schon!Man kann halt nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen!

    AntwortenLöschen
  11. der Dachstuhl brennt...das ich nicht lache!Wahrscheinlich hat unser Maulwurf von der Bubi (Assistentin von Herrn pflaum)noch geholfen diesen kack zu schreiben. Zutrauen würd ich's schon!Man kann halt nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen!

    AntwortenLöschen
  12. Der Dachstuhl brennt....das ich nicht lache!Wahrscheinlich hat noch unser Maulwurf von der Bubi (Assistentin von Herrn Pflaum)geholfen diesen Kack zu schreiben.Zutrauen würde ich's schon!Man kann halt nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen!Immer so scheinheilig bei den Bubi Sprechstunden mit rein sitzen und dann alles schön weiter petzen !

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau! Und unsere liebe Assistentin des Bereichsleiter hat ja ebenfalls ne Assistentin oder besser gesagt, nen Spitel(ehem. Betriebsrat)in der Belegschaft. Also liebe Kollegen der Bubi, überlegt Euch mit wem und über was Ihr in der nächsten Zeit sprecht

      Löschen
    2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
  13. Der Dachstuhl brennt...
    Als Brandstifter konnte ein gewisser Hans Dieter Beck ermittelt werden;
    Wegen Beihilfe zur Brandstiftung wird nach Oliver Kranert gefahndet, der den Brandbeschleuniger beschafft haben soll...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Verfolge diese Geschichte als Journalist seit einiger Zeit. Was in der Druckerei C.H.Beck passiert,werden wir in der nächsten Wochen veröffentlichen. Wir sind verpflichtet, es weiterzuleiten wenn es um Deutsche Gesetze geht! Es wird teures Geld bezahlt für Bücher und die Mitarbeiter der Firma sollen, die KOSTEN tragen. Mehrarbeitszeit ohne Lohnausgleich usw.

      Löschen

Sie können Ihre Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählen Sie dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Sie unter einem Pseudonym schreiben wollen, wählen Sie die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.