Freitag, 3. Juni 2016

Druckereileitung verweigert Tarifgespräche für Buchbinderei und Versand – passt diese Verweigerungshaltung ins 21. Jahrhundert?



In keinster Weise nachvollziehbar war für die Beschäftigten der Buchbinderei und des Versands die ablehnende Haltung der Geschäftsleitung, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Tarifgespräche wieder aufzunehmen.

In einem Artikel der Rieser Nachrichten vom 11. Mai 2016 äußerte sich der Druckereileiter Dr. Kranert noch ganz anders bzw. wie folgt:

„Natürlich bestehe seinerseits weiterhin Gesprächsbereitschaft mit der Gewerkschaft“.
 


 Resolution der Streikenden an die Nördlinger Druckereileitung!

Als Antwort auf die Verweigerungshaltung der Geschäftsleitung, verfassten die streikenden Beschäftigten folgende Resolution, die alle Teilnehmer unterzeichnet haben.

Im Wortlaut lautet diese:
 
Sehr geehrter Herr Dr. Kranert, sehr geehrter Herr Zoller,
wir, die Beschäftigten der Buchbinderei und des Versands, fordern Sie auf, mit ver.di unverzüglich in Tarifverhandlungen einzutreten. Grundlage dieser Verhandlungen sind die übergebenen Vereinbarungen, die Sie Ende Februar 2016 von Herrn Kleiber auf der Betriebsversammlung überreicht bekommen haben. Geben Sie bitte Herrn Kleiber bis Freitag, 3. Juni 2016 bis 10 Uhr Bescheid! Wir wollen Tarifverträge und keine Einzel- oder Zusatzverträge!
 
Unterzeichnet wurde die Resolution von allen Streikenden.
 


„Wiedemann“ Tarifvertragsgesetz:

Es ist unstreitig, dass eine tariffähige Arbeitnehmervereinigung (Gewerkschaft) stets vorliegt, wenn diese den Abschluss von Tarifverträgen kampfweise erzwingen will und hierzu aufgrund ihrer Organisationsstärke auch in der Lage ist.
 
Ist ein Tarifvertrag wirksam gekündigt (beendet durch OT-Mitgliedschaft des Arbeitgebers), so ist ein Arbeitskampf für einen neuen Tarifvertrag (eventuell auch mit dem gleichen Inhalt) zulässig.

 Nur Zusammenhalt und Geschlossenheit

sichern Tarifverträge!
 
 
 

 

Kommentare:

  1. Wenn ihr jetzt dran bleibt, könnt ihr was erreichen.
    Wenn ihr aufgebt, wird euch das Zeit eures Arbeitslebens ärgern!!!
    Und keine Angst, die werden nicht dicht machen, denn dann wären ja ihre Arbeitsplätze auch in Gefahr. Last euch nur nicht übers Ohr hauen.

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  2. Also meine Kollegen ich weiß nicht wie ihr das sieht, aber ich werde nicht mehr streiken. Nach der heutigen Abteilungsversammlung ist mir klar geworden das wir keine Chance auf einen neuen Tarifvertrag erhalten. Unserem Herrn Kleiber glaub ich auch nichts mehr, der ist Schuld das wir in dieser Situation sind, der und sein Ego. Die gleiche Schuld trägt auch unser Betriebsrat, wieso musste der aber auch auf den Rudi hören, als wir das Angebot mit der 37 Stundenwoche hatten mit Tarifvertrag wohlbemerkt.
    Jetzt erhalte ich einen Ergäzungsverträgen mit deutlich schlechteren Konditionen. Danke Rudi echt klasse hast du das gemacht.

    Ich bin raus. Ich brauche meinen Arbeitsplatz und das Geld.

    Sorry Leute, ich streike nicht mehr mit.
    Ich glaube dem Herr Kleiber nichts mehr und des wegen bin ich raus.

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  3. Hast du überhaupt jemals in der Bubi bei uns gearbeitet oder mit gestreikt?
    Ich glaube das nicht.

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